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Thema: Ursachen für Ruckler im Playback

  1. #1
    __ Avatar von seeigel
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    Standard Ursachen für Ruckler im Playback

    Aus den Tsunami-Filter-Pack 3.9.7


    Ursachen für Ruckler im Playback

    1. Das DVD-Laufwerk ist nicht Master sondern Slave

    2. der DMA-Modus ist nicht aktiviert
    es ist nur Multi-Word-DMA anstatt Ultra DMA aktiviert
    siehe auch Punkt 44 (bei Windows 2000)

    3. Die ASPI-Treiber sind zu alt

    4. Die Audio-Treiber der Soundkarte sind nicht kompatibel
    (neuen Treiber installieren und voll-duplex einschalten)

    5. Video ist mit zu hoher Bitrate komprimiert und Audio ist gar nicht komprimiert
    (dadurch müssen zu viele Daten an den Keyframe-Intervallen übertragen werden,
    Ruckler entstehen genau im Abstand des Keyframe-Intervalls)

    6. Die CPU-Qualität im Playback-Filter ist zu hoch eingestellt

    7. Der Prozessor ist zu langsam

    8. Die Grafikkarte ist nur ISA oder PCI statt AGP

    9. Die Grafiktreiber sind zu alt

    10. Der Level-1 oder Level-2 oder Level-3-Cache sind abgeschaltet (BIOS)

    11. Die Soundkarte (ISA) benutzt einen bereits belegten Interrupt

    12. Die Netzwerkkarte hat keinen Abschlusswiderstand

    13. Die Treiber der Netzwerkkarte sind nicht kompatibel bzw. zu alt

    14. Das SCSI-Kabel hat keinen Terminator am Ende (bei Ultra-SCSI muss es ein aktiver Terminator sein)

    15. Kombination von hoher Monitor-Auflösung und zu geringem Grafikkarten-Speicher

    16. während des Playbacks wird gedruckt

    17. Der PCI-Bus wird aufgrund von hohem Netzwerk-Verkehr zu stark belegt

    18. Der Arbeitsspeicher ist zu gering, so dass Windows swappen muss

    19. Nebenher werden viele oder große Dateien kopiert

    20. Der Film wurde mit einer falschen Framerate konvertiert
    (Beispiel : Film ist 25,000 fps, wurde aber mit 23,976 fps konvertiert)
    siehe Punkt 33

    21. Es laufen zu viele Hintergrundprogramme

    22. Es wird der Media-Player zum Abspielen benutzt.
    Es kann zu Rucklern und asynchronem Audio kommen, wenn
    a) das Avi sehr lang ist (größer als ca. 1,7 GB)
    Lösung : Avi splitten oder anderen Player (zb BSPlayer) benutzen
    b) das Betriebssystem schon lange läuft und vorher der Media-Player mehrfach
    gestartet und beendet worden ist.
    Lösung : neu booten

    23. Ein falscher oder kein Playback-Filter wird beim Abspielen benutzt.
    Die Performance OHNE den Playbackfilter ist extrem miserabel, da das Video dann mit dem "unoptimierten" Codec dekodiert und über die GDI gerendert wird
    Lösung : Filter-Pack 3f oder höher (neu) installieren

    24. Die Windows-Auslagerungsdatei ist nicht auf einen festen Wert eingestellt
    (Windows übernimmt die Verwaltung oder Minimum-Größe ist nicht gleich Maximum-Größe).
    Dann kann es passieren, dass Windows die Auslagerungsdatei während des Playbacks verkleinert,
    was Festplatten-Bandbreite kostet, wodurch es zu Rucklern kommen kann

    25. Die Festplatte ist fragmentiert, dadurch muss der Lesekopf zu lange Wege zurücklegen,
    bis die richtigen Sektoren erreicht sind

    26. Die VCore-Spannung ist zu niedrig, daduch kann es bei AMD K6-3 Prozessoren zu Verzögerungen kommen
    (evtl. auch bei anderen Prozessoren)

    27. Ein Viren-Wächter checkt den Avi-Stream bevor er ans Player-Programm weitergeleitet wird.

    28. Microsoft-Outlook erstellt gerade einen Index (diese Journal-Funktion sollte immer abgeschaltet sein)

    29. es läuft ein Video-Capture Programm nebenher. Die Overlay-Anzeige stört ganz massiv die Wiedergabe

    30. Nach dem Kopieren bzw. Rippen der vobs auf die Platte ruckeln diese, daher kann auch das avi ruckeln.
    Ursache unbekannt. Evtl. wurde der Interleave verändert.

    31. Es wurde ein falsches Rip-Programm verwendet (vobdec+). Alle vobdec+ Versionen erzeugen
    manchmal fehlerhaften Output (250ms am Anfang eines vobs).
    Dadurch können folgende Fehler entstehen :
    a) Der Sound ist asynchron,
    b) es entsteht ein grobpixeliges Bild,
    c) es entstehen Ruckler

    32. Wenn das Ausgangsmaterial ein gecapturtes Avi war, dann entstehen die Ruckler durch dropped frames.

    33. Wenn FlaskMPEG Ruckler produziert, dann kann das an folgendem liegen :
    a) das Avi wurde evtl. mit 23,976 fps kodiert anstatt mit 25 fps.
    Flask hat einige Schwächen bei der Erkennung der korrekten Framerate, weil Flask
    die korrekte Framerate nicht aus dem MPEG2 Video Header ausliest, sondern statt dessen
    einige Bilder dekodiert und mit Hilfe der Anzahl der dekodierten Bilder und der Timestamps
    herauszufinden versucht was denn die richtige Framerate sein könnte.
    Angeblich soll das ein Fix für Animes sein, aber eine saubere Routine ist was anderes ;-)
    Wahrscheinlich wurde zuerst das Avi-Plugin angewählt und danach erst die fps auf 25 umgestellt,
    dadurch wird das Plugin falsch initialisiert.
    Lösungen :
    a) ERST die Framerate manuell richtig einstellen und erst DANACH das Avi-Plugin auswählen
    oder am besten kein Flask mehr benutzen, denn Flask hat noch sehr sehr viele andere Bugs.
    b) Manchmal ist ausserdem folgendes nötig :
    in Flask\Settings\avi output.settings.flask löschen
    dann Flask aus dem Archiv neu kopieren und starten
    evtl. ist auch die Registry defekt, in diesem fall nach Flask, Development suchen und löschen.
    Außerdem sollte man die 'reg7a_deutsch.reg' aus dem Filter-Pack 3f oder die 'Avifile.reg'
    von www.doom9.org starten.

    b) Flask hat einen Fehler, der bei manchen Filmen
    (The sixth sense, Das fünfte Element, Rush Hour etc. etc.)
    jedes 9. oder 11. oder 12. oder 15. Frame (je nach GOP-Größe) nocheinmal ins Avi schreibt,
    dadurch entstehen regelmäßige unangenehme Ruckler ca. im Sekundentakt.
    Bisher hilft dann nur, die betroffenen Flask-Versionen (zb Flask 0.594)
    nicht zu benutzen.
    Diesen Bug haben folgende Versionen NICHT :
    Flask 0.563 (sehr langsam)
    Flask 0.594 Vanilla
    Flask 0.594 Tsunami Edition
    Flask 0.60

    34. PowerDVD hat ist etwas ineffizient, es ruckelt immer genau dann,
    wenn Daten von der Festplatte gelesen werden müssen.
    Das gilt besonders für Windows 9x, bei Windows 2000 funktioniert es besser.
    Lösung :
    a) Windows 2000 benutzen
    b) WinDVD 3.0 benutzen

    35. Bei einer Terratec DMX Fire 1024 muss man im Terratec Mischpult das Digital-Input auf OFF einstellen,
    sonst ruckelt es beim DVD-Abspielen.

    36. Der ISDN USB Controller muss evtl. deaktiviert werden

    37. Den BSPlayer verwenden anstelle des Mediaplayers, weil er effizienter arbeitet.

    38. Ich habe lange mit den Rucklern bei gerippten DVD´s und Original-DVD´s bei meinem
    Toshiba SDM 1502 und ASUS A7V133 Motherbord mit VIA KTA 133A Chipsatz gekämpft.
    Es bleibt zu sagen, daß meine Festplatte über den UDMA-ATA 100 Controller des
    Motherbords angeschlossen ist. Der DMA-Mode für das DVD-Laufwerk war einfach nicht aktivierbar,
    obwohl das Laufwerk diesen laut Toshiba-Support-Hotline (sehr engagierte Leute) definitiv
    unterstützt. Selbst das von Asus zur Verfügung gestellte DMA-Setup-Tool erkannte kein einziges
    Laufwerk an den IDE-Schnittstellen. Von ASUS gabs nur Sendepause.
    Die Lösung:
    Einfach das DVD-Laufwerk an den zweiten UDMA-Controller des Motherboards anschließen
    (Primary oder Slave ist egal).
    Von da an gab´s keinen Ruckler mehr. Selbst bei Avi-Files auf CD-ROM mit einer
    Bitrate von über 2000 keine Probleme.

    39. Das Programm 'Undelete für Windows 2000' ist installiert.
    Dieses Programm klaut ganz massiv Rechenleistung,
    im Taskmanager kann man sehen, das die Datei 'UdServe.exe' fast immer den
    größten Teil der Prozessorleistung für sich beansprucht,
    und zwar nicht etwa als IDLE-Prozess, sondern anscheinend mit normaler Priorität,
    so das andere Programme wie ein Video-Encoder oder Video-Decoder deutlich langsamer arbeiten
    und Ruckler verursachen können.

    40. Es wurden falsche Werte für preload und interleave beim muxen verwendet.
    Einfach mit VirtualDub mit den richtigen Werten nocheinmal muxen.

    41. Der Profilemanager von Microsofts Sidewinder Gamepad ist geladen und wird unten in der Taskleiste
    angezeigt. Einfach diesen Profilmanager beenden und das Ruckeln sollte verschwinden.

    42. Das Programm 'PC-Health' ist geladen und wird in der Taskleiste angezeigt.
    Es dient zur Anzeige und Überwachung der CPU-Temperatur, der Spannung etc.
    Am besten deaktiviert man solche kleinen Helfer (eher kleine Teufel ;-))

    43. Norton Utilities ist aktiv und überwacht den PC auf Speicher- und CPU-Nutzung
    Am besten deaktivieren

    44. das DVD-Laufwerk bzw. der CD-Brenner bzw. die Festplatten laufen unter Windows 2000
    nur im PIO-Modus anstelle des Ultra DMA Modus. Ausser Ruckeln können dadurch auch
    noch weitere Effekte auftreten wie zum Beispiel 100 Prozessorlast oder
    Buffer Underruns beim CD-Brennen oder langsames Rippen.

    Bei CD-Brennern und DVD-Laufwerken muss man in der Registry folgenden Zweig suchen :
    HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Class\ {4D36E96A-E325-11CE-BFC1-08002BE10318}\0000

    Nach einem Klick mit der rechten Maustaste auf das rechte Fenster des Registrierungseditors
    wählt Ihr unter "Neu" die Option "DWORD-Wert" und gebt dem neuen Eintrag den Namen
    "EnableUDMA66" (ohne Anführungszeichen und ohne Freizeichen eingeben !).
    Danach müsst Ihr einmal auf den Eintrag doppelklicken und ihm unter
    "Bearbeiten" den Wert "1" zuweisen (ob "hexadezimal" oder "dezimal", ist völlig egal).

    Neu booten, Gerätemanager starten (Arbeitsplatz, Systemsteuerung, System, Hardware, Gerätemanager)
    auf 'IDE-ATA / ATAPI-Controller' doppelklicken,
    Primärer IDE Kanal, rechtsklick, Eigenschaften, Erweiterte Einstellungen,
    Gerät 0, Übertragungsmodus : DMA wenn verfügbar,
    Gerät 1, Übertragungsmodus : DMA wenn verfügbar,
    Sekundärer IDE Kanal, rechtsklick, Eigenschaften, Erweiterte Einstellungen,
    Gerät 0, Übertragungsmodus : DMA wenn verfügbar,
    Gerät 1, Übertragungsmodus : DMA wenn verfügbar,
    Neu booten

    Bei Festplatten liegt das daran, das Windows 2000 mit UDMA 100 Geräten nicht umgehen kann
    (das wird aber evtl. in zukünftigen Service Packs gefixt, beim SP2 ist dieser Fehler
    immer noch vorhanden).
    In diesem Fall muss man sich _zusätzlich_ zum obigen Registry-Fix von den Seiten der
    Festplattenhersteller ein Tool herunterladen, das den UDMA 66 Modus für UDMA 100 Festplatten
    einschaltet.
    Von Fujitsu gibt es so ein Tool leider nicht. Von Maxtor gibt es nur ein Tool, welches
    den UDMA 100 Modus einschalten kann bei Geräten, die eigentlich nur UDMA 66 verstehen.
    IBM : https://service.boulder.ibm.com/stora...h/ibmatasw.exe
    Seagate : ftp://ftp.seagate.com/techsuppt/seag...s/uata100d.exe
    Quantum : https://www.quantum.com/support/csr/s...r_software.htm
    Samsung : https://samsungelectronics.com/suppor...es/setudma.exe
    Western Digital : https://www.wdc.com/service/ftp/dlgtools/dlgudma.zip

    45. Die Grafikkarte ist eine Matrix G200 (PCI-Version),
    damit kommt es sogar mit einem Intel Pentium mit 1 GHz und 512 MB Ram noch
    an einigen Stellen zu Rucklern

    46. Die Grafikkarte ist eine 'Xpert 2000' und man hat beim Playback von DivX auf einem
    Athlon 750 nur ca. 10 fps. In diesem Fall sollte man die neuesten Grafiktreiber installieren.
    siehe Punkt 9

    47. Das Avi wurde mit DivX4 encodet (Project Majo).
    Dieser Codec braucht auch zum Abspielen sehr viel Rechenleistung

    48. Die Soundkarte unterstützt keine 48000 Hertz, deshalb muss die CPU zusätzlich noch
    ein resampling der Audiodaten durchführen

    49. Die Soundkarte benutzt den ISA-Bus anstelle des PCI-Bus, was wesentlich langsamer geht,
    weil auf Mainboards mit PCI-Bus der ISA-Bus im Grunde genommen emuliert werden muss.

    50. Im Hintergrund läuft der Total Recorder 3b

    51. Man verwendet unter Windows 2000 SP 2 die Firewall 'Norton Personal Firewall 2001 v2.5'
    bzw. das Komplettpaket 'Norton Internet Security 2001 v2.5' (also inkl. Virenscanner).
    Diese Version hat Probleme mit dem Windows 2000 Service Pack 2
    (weil unter anderem die Netzwerkverwaltung und die Dienststeuerung 'SERVICES.EXE' geändert wurden).
    Das äußert sich dadurch, das nach einiger Zeit die CPU-Nutzung für die Firewall
    bei 99 % stehenbleibt (für den Prozess 'NISSERV.EXE'),
    sie also fast die komplette Rechenleistung verbraucht.
    Evtl. gilt das gleiche auch für die Firewall 'Blackice' (es gibt aber eine spezielle SP2 Version).
    Die Lösungen sind :
    a) das Service Pack 2 nicht installieren (SP1 scheint noch ok zu sein)
    b) die bessere Lösung (weil das SP2 ansonsten sehr gut ist) ist es, eine neuere
    Version der Firewall zu installieren (ab einschließlich v3.0 funktioniert es wieder)

    52. Die CPU wird nicht ausreichend gekühlt (Wärmeleitpaste vergessen, Lüfter verstaubt, Lüfter defekt etc).
    Dadurch takten sich einige CPU's (Intel Pentium 4) selber herunter um Schäden durch Überhitzung
    zu vermeiden. Die Folge ist dann das Rechenleistung fehlt, es entstehen Ruckler und oder
    das Video ist asynchron.

  2. #2
    __ Avatar von seeigel
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    wenn nicht gewünscht bitte löschen

  3. #3
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    ist doch prima... wird ein Sticky Thread, der offen bleibt - falls danach noch Fragen offen sind.
    Do it yourself! Die besten Erfahrungen sind die eigenen.

    "Der Vorteil der Klugheit liegt darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger." (Kurt Tucholsky)

  4. #4
    Grünschnabel
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    Standard AW: Ursachen für Ruckler im Playback

    Das ist doch wohl ein Scherz, oder nicht?

  5. #5
    Erklär-Bär Avatar von LigH
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    Standard AW: Ursachen für Ruckler im Playback

    Was denn? Dass du auf einen 12 Jahre alten Beitrag heute noch antwortest und anscheinend gar nicht bemerkst, dass manche Punkte beim heutigen Stand der Technik eher weniger wahrscheinlich die Ursache sind als damals?

    Auf gute Zusammenarbeit:

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