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Thema: Durchschnittlichen Frequenzgang links/rechts angleichen ?

  1. #11
    Haudegen Avatar von Propaganda
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    Standard AW: Durchschnittlichen Frequenzgang links/rechts angleichen ?

    Genau das macht die "Automatische Phasenkorrektur" in Audition CS6 oder CC. In Audition 3.0 gab es das noch nicht. Nutze ich seit Jahren um MC, Band und VHS Aufnahmen zu korrigieren. Das gleiche Ergebniss.... @Gubel wußte ich doch das Du das suchst.

  2. #12
    Haudegen
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    Standard AW: Durchschnittlichen Frequenzgang links/rechts angleichen ?

    @Gubel wußte ich doch das Du das suchst.
    Jap! Genau sowas hatte ich gesucht

    Wieso hat Audition 3.0 diese Funktion nicht? Genau damit mache ich es doch - der Filter heißt eben nur "Grafikbalance".

    Nutze ich seit Jahren um MC, Band und VHS Aufnahmen zu korrigieren.
    Wieso VHS?
    Also entweder es ist Längsspur-Ton (Mono) - da kann man eh höchstens den Frequenzgang bissel biegen und Noise-Reduction machen.
    Oder es ist HiFi-Stereo-VHS, und daran gibt es schlicht nichts zu bearbeiten. Da kann man nur sehen dass der Wiedergaberecorder bei den betreffenden Aufnahmen möglichst geringe Kopfumschaltgeräusche produziert, und dass der Kompander korrekt arbeitet (Pumpen). In Sachen Phase, Kanalungleichheit, etc. gibt es da schlicht nichts zu machen (außer es kommt von der Quelle, z.B. Tape-Auf-VHS-Aufnahmen oder so)!
    Bei VHS-HiFi ist eben die Sache mit dem Kompander (abgesehen von den Umschaltimpulsen) das Hauptproblem - da gibt es Abweichungen in den Attack- und Release-Zeiten, die sich nicht so einfach digital nachbessern lassen. Das muss passen.
    Auch leichte Frequenzgang-Abweichungen unter verschieden Modellreihen kann es geben (wenn auch sehr gering ~3dB).

    Das ist genauso ein "Dreck" wie Dolby bei MC. Jeder kocht sein eigenes Süppchen (anderer Referenzpegel, die Compander-ICs von 100 verschiedenen Herstellern usw.). Nur ist es bei VHS dann doch nicht ganz so extrem.

    Hatte noch ein Paar Original-Kauf-MCs mit Dolby B die ich digitalisiert habe - die konnte ich mit dem Kenwood KX-3030 erstaunlicherweise sehr gut wiedergeben. Mit anderen Decks hatte ich da weniger Glück.

    Alles nicht richtig standardisiert gewesen. Bei der Pegelanzeige gibt es je nach Deck/Hersteller Unterschiede von bis zu 6dB, die Dolby-ICs sind wie gesagt alle leicht anders usw. Philips (die das MC-System ja erfunden haben) kam irgendwann sogar mal auf die glorreiche Idee, einen Lesekopf mit einer zweiten Bandführungsschiene zu entwerfen, damit der Azimuth fixiert wird - wow! Hat sich nur nie durchgesetzt...warum nicht gleich?

    Und dann gabs ja auch noch dieses Micro-MC-Diktiergerätebänder. Die sind ja wirklich total grausam. Magere Qualität und "wow & flutter" bis zum Abwinken. 2x30 Minuten, und man kann die nochmal mit halber Geschwindigkeit bespielen - dann ist Mittelwelle wirklich "HiFi" dagegen... Naja, für Sprache reicht's...
    Da hatte ich auch mal für jemanden 2, 3 Stück digitalisiert (irgendwelche komischen Reiseberichte und ein mitgeschittenes Telefonat von nem alten Anrufbeantworter). Hatte ich über den Earphone-Out von so nem Olympus-Dictaphone-Dingens gemacht. Da muss man dann auch den Azimuth justieren (wenn man so nen kleinen Uhrmacher-Schraubenzieher hat) - und weils Mono ist dann eben einfach nach Gehör auf die Mitte, wo es am klarsten ist...

  3. #13
    Haudegen Avatar von Propaganda
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    Standard AW: Durchschnittlichen Frequenzgang links/rechts angleichen ?

    VHS! Ja natürlich. Dabei ist nicht die FM-Stereo Spur des Recorders verantwortlich, sondern eher der Sender selber. Wie haben Sie früher abgespielt? Von der MAZ (das sagen Sie zwar heute noch aber egal). MAZ ist halt Magnetische Aufzeichnung und auch da hatten Sie Probleme was den Mitteneindruck (Frequenzgang zwischen links und rechts betrifft). Zum Beispiel gerade alte Formel Eins Sendungen von 1988 (Stereo) die ich gerade bearbeite. Es sind Welten.
    Aber ein Nachteil hat die Sache mit "Grafikbalance" oder "Automatische Phasenkorrektur" in Audition. Gebe mal ein Signal (Stereo) wo nur separat ein Kanal angesprochen wird. zB: nur auf den linken Kanal eine Gitarre oder halt was anderes. Rechts Stumm....

  4. #14
    Haudegen
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    Standard AW: Durchschnittlichen Frequenzgang links/rechts angleichen ?

    VHS! Ja natürlich. Dabei ist nicht die FM-Stereo Spur des Recorders verantwortlich, sondern eher der Sender selber. Wie haben Sie früher abgespielt? Von der MAZ (das sagen Sie zwar heute noch aber egal). MAZ ist halt Magnetische Aufzeichnung und auch da hatten Sie Probleme was den Mitteneindruck (Frequenzgang zwischen links und rechts betrifft).
    Achso, ja...wie ich geschrieben habe - die "Quelle". Damit bearbeitest du dann quasi direkt die TV-Studio-Ausspielsumme von damals. Denn auch der A2-FM-Ton bei Analog-PAL (terrestrisch oder Kabel) war exzellent - 2 getrennte FM-Mono-Träger mit 50kHz Hub. Der hat selbst dann noch nicht gespuckt, wenn das Bild (AM-FBAS) schon ordentlich geschneit hat. Nur Analog-SAT-Ton war etwas problematischer, wenn da in einem billigen Reveiver der Panda-Wegener-Compander nicht richtig gearbeitet hat (pumpen).

    Die TV-Ton-Abmischung hat mich nie besonders interessiert - nach dem Motto es ist eben wie es ist...aber so alte TV-Aufnahmen hab ich auch nicht...
    Auch heute ist der Ton mancher TV-Sendungen (digital über DVB) teilweise ziemliche Grütze...

    Bis in die späten 80er war ja auch die gesamte TV-Sendekette noch komplett analog. Mich würde mal interessieren ob es da eigentlich auch Band-Jitter der MAZ-Maschinen (oder Signalabrisse von unsauberen Schnitten) über den Studio-Ausgang bis über die Antenne an die Empfänger geschafft hat?
    Naja, auf VHS aufgenommen würde das ja dann über den DMR mit "abgefangen"
    Oder wurde da vor der Ausspielung doch schon digital zwischengepuffert?

    Aber ein Nachteil hat die Sache mit "Grafikbalance" oder "Automatische Phasenkorrektur" in Audition. Gebe mal ein Signal (Stereo) wo nur separat ein Kanal angesprochen wird. zB: nur auf den linken Kanal eine Gitarre oder halt was anderes. Rechts Stumm....
    Ja klar...
    Ich mache ja auch bei Audio-Tapes keine dynamische Korektur, sondern lasse ca. 30-60 Sekunden "anlernen", an einer Stelle wo ziemlich seitengleiches und breitbandiges Material vorkommt, und wende die Kurve dann auf das gesamte Tape an (das ändert sich ja währenddessen nicht). Dann kann da sonst stereomäßig vorkommen was will, und ich korrigiere nur den Tape-Fehler selbst...

    Bei Kassetten ist es eben nur mit dem Pitch (Geschwindigkeit) schwierig (das Problem gibts bei VHS ja nicht). Wenn es Radio-Mitschnitte von ner Kompakt-Anlage oder nem (besseren) Blaster sind, kann man ja wie gesagt den 19kHz-Pilot nehmen (Frequenzanalyse). Bei ner anderen Live-Radioaufnahme auf ner besseren Komponentenanlage (da wird der Pilotton ausgefiltert) gibt's den nicht. Da hatte ich mir am Ende mit dem Nachrichten-Piepton (1kHz) geholfen.
    Wenn ich den Pitch-Faktor berechnet habe, multipliziere (oder dividiere - je nachdem wie rum) ich den mit der Samplingrate (96kHz), setze die korrigierte Samplingrate (z.B. 96780) in Audacity als neue Custom-Rate, und mache dann am Ende ein hochwertiges Resampling auf 44,1kHz.
    Das mit dem Pitch bei Kassetten nervt nämlich echt, wenn man fast ein absolutes Gehör hat. Da gibt's im Extremfall Abweichungen von knapp bis zu nem Halbton! Portable Geräte sind tendenziell eher zu schnell gelaufen, und HiFi-Decks und Kompaktanlagen "eher" korrekt (mit merklichen Toleranzen). Ich hör das sofort!
    Eine Randspur mit Timecode hätte dem System zumindest bei höherwertigen Geräten auch gut getan...

    Wenn die MC einen Timing-Code, Azimuth-Fixierung durch doppelte Bandführungsschienen, exakt genormte Bezugspegel und Frequenzgangentzerrung usw. gehabt hätte, wäre das qualitätiv deutlich besser gewesen...

    Ich konnte Tape-Aufnahmen nie so richtig "direkt" anhören, weil ich dann immer auf technische Fehler achten musste (Stimmt der Azimuth? Sind die Kanäle gleich? Läuft's zu schnell oder zu langsam?)
    Aber wenn die digital richtig korrigiert sind, dann kann ich mir die MP3s hinterher sogar auf Kopfhörer anhören ohne mir einen Kopf zu machen...dann hör ich die Mukke
    Geändert von Gubel (28. April 2017 um 01:48 Uhr)

  5. #15
    Haudegen Avatar von Propaganda
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    Standard AW: Durchschnittlichen Frequenzgang links/rechts angleichen ?

    Wow ich merke das Thema beschäftigt Dich. Und es ist noch komplexer als man denkt. Damals wie heute nutzt man Compressoren zur Sounbearbeitung. Jeder erstellt sich seinen eigenen Sound nach einer ganz bestimmten Quelle aber keiner kann das auf Dauer halten. Man hat mit verschiedenen Eingangsquellen zutun und jedesmal einen Compressor anpassen macht kein Mensch. Das wäre Arbeit pur bis ins Unentliche. Dabei kommt bis heute öfters nur Match bei heraus. Und dann die Regelzeiten der Compressoren zwischen links und rechts. Dabei kommt das bei heraus wo Du eigentlich den MCs die Schuld gibst.....
    Einfaches Beispiel: Man hat eine Quelle wo auf dem linken Kanal verstärkt ein 20HZ Signal (was eh keiner mehr hört) anliegt, jetzt versucht der Compressor das auszugleichen um auf beiden Kanälen das gleiche Pegelverhalten hinzubekommen, und drückt aber gleichzeitig insgesamt den ganzen Frequenzgang im linken Kanal runter. Und schon hast Du diesen komischen Effekt.....
    Naja das war jetzt nur ein ultra einfaches Beispiel. Die Sache ist nämlich noch viel komplizierter und mit einfachen Worten nicht zu beschreiben. Außerdem bin ich erstmal für heute fix und alle von der Arbeit. Deswegen mach ich jetzt Schluß. Bis später....

  6. #16
    Haudegen
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    Standard AW: Durchschnittlichen Frequenzgang links/rechts angleichen ?

    Najo...Technik hat mich schon als Kind fasziniert - und dazu kommt halt dass ich immer alles ganz genau wissen will (nicht nur in Sachen Technik! )
    Wenn man die "Logik" dahinter mal raus hat, dann ist das alles auf einmal ziemlich "easy"^^

    Damals wie heute nutzt man Compressoren zur Sounbearbeitung.
    Jop. Extrembeispiel ist der Multiband-"Zischelsound" der deutschen Radiosender (Optimod & co.). Da wird immer viel gelabert, dass das wegen FM wäre usw. - quatsch. Das haben die ganz früher auch nicht gemacht, und heute machen es parktisch alle großen Sender, auf allen Verbreitungswegen. Deutsches Radio klingt halt großteils "dünn"...
    Unsere "Nachbarn" machen das ganz anders - fahr nach BeNeLux/F und schalte im Auto von dem deutschen Sender aus um. Da haut's erstmal die Türpappen raus und manchen senden nahezu Original-Qualität - auch auf FM.
    Im Fernsehen ist's eben genauso...nur bissel anders von Sounding her. Bei Spielfilmen matschen die v.a. die Privaten die Dynamik manchmal ganz schön platt. Die ÖRs sind da moderater...
    Hab neulich mal wieder bissel DSDS auf RTL geguckt - da ist der Sound aber mal echt Tip-Top! Bei den paar wirklich ernsthaft guten Auftritten ist das über Kopfhörer schon echt klasse! Oder der ESC auf ARD...soundtechnisch schon wirklich gut (bis auf das grottenschlecht gemixte Kommentator-Mikro^^).
    Hab mir letztes Jahr bei ner Autofahrt die Liveübertragung vom "Deutschen Radiopreis" angetan . Das lief mit nen paar Sekunden Delay auf mindestens 5 verschiedenen Sendern gleichzeitig (HR3, FFH, Rockland, RPR1, Regenbogen, ...). Das Sounding war aber teilweise KRASS unterschiedlich...

    Und dann die Regelzeiten der Compressoren zwischen links und rechts. Dabei kommt das bei heraus wo Du eigentlich den MCs die Schuld gibst.....
    Klar weiß was du meinst. Kann aber klar zwischen nem simplen Tape-Kanalfehler und sowas unterscheiden.
    Nehm mal Radionachrichten vom FM-Radio auf und guck das Differenzsignal an - da ist (außer nem ganz schwachen Tuner-"Säuseln") absolut NIX. 100% Mono...

    Außerdem bin ich erstmal für heute fix und alle von der Arbeit. Deswegen mach ich jetzt Schluß.
    Jop! Cheers...
    Geändert von Gubel (28. April 2017 um 22:07 Uhr)

  7. #17
    Haudegen
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    Standard AW: Durchschnittlichen Frequenzgang links/rechts angleichen ?

    So...die allerletzten 5 Tapes sind dann auch im Kasten:



    Zum Abhören und Justieren hatte ich diesmal die Idee, vorne ne kleine "JBL Go" Bluetooth-Box dranzuhängen...
    Die ist Mono (L+R) - super zum Azimuth justieren und klingt halbwegs brauchbar... (kleiner als 2 Kassettenhüllen^^)

    ...hinten raus gehts dann per Cinch auf ne Terratec Aureon USB-Karte...

    Das Kenwood KX-3030 hatte ich mir gerade dafür nochmal für 20€ in Ebay geschossen...

    Ist echt brauchbar das Teil! Hatte früher mal nen Yamaha 3-Kopf mit Dual-Capstan. Mit dem "einfachen" Kenwood kriege ich mehr raus! Zum einen weil sich der Azimuth viel leichter justieren lässt (2-Kopf) und das Teil einfach sehr gut klingt. Das Dual-Capstan hat oftmals eher zum Leiern geneigt ein simples Single-Capstan...und der Wow&Flutter ist auch nicht hörbar mehr als beim Dual-Capstan...
    Geändert von Gubel (19. May 2017 um 20:13 Uhr)

  8. #18
    Erklär-Bär Avatar von LigH
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    Standard AW: Durchschnittlichen Frequenzgang links/rechts angleichen ?

    Rock on!

    Zitat Zitat von Beginner
    Der JBL-Boom, mit dem ich Nachbarn umlege
    Denn gute Boxen kennen keine Mietverträge

    Auf gute Zusammenarbeit:

    REGELN befolgen | SUCHE benutzen | FAQ lesen | STICKIES beachten




  9. #19
    Haudegen
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    Standard AW: Durchschnittlichen Frequenzgang links/rechts angleichen ?



    Oh ja...der JBL Boom ist einfach nur...ÜBERTRIEBEN

    Bin ja neulich mal wieder durch den Saturn spaziert und hab die ganzen Boxies ausprobiert: Bei der Boom angekommen, ist mir fast der Abteilungsleiter aufs Dach gestiegen

    Im Ernst - die Teile sind schon spitze, auch die Kleinen...was da für die Größe rauskommt!
    Hab mir dann den kleinen "Go" geholt - das reicht für ab und zu draußen mal...
    Neulich hatten wir in ner größeren Runde abends draußen viel Spaß mit ner "Charge 2+" - das "langt"

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