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Thema: S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

  1. #1
    Erklär-Bär Avatar von LigH
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    Standard S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

    Programme, die bei unterstützten Laufwerken die S.M.A.R.T.-Daten auslesen können, gibt es einige. Präsentiert werden sie aber meist in einer völlig unverständlichen Tabellenform. Üblich sind beispielsweise solche Kombinationen (hier "Reallocated Sector Count", also die Anzahl zugewiesener Reservesektoren, um bereits erkannte Lesefehler im Datenbereich auszugleichen):

    Value: 100 | Worst: 100 | Threshold: 5 | Data: 2

    Was soll mir als Laie so etwas sagen? Soll ich jetzt irgendwie ohne Studium der Spezifikationen erraten, dass "Worst" der Wertebereich ist (100 also ein Hinweis, dass Daten als Prozentanteil zu interpretieren sind), und "Threshold" dann der prozentuale Anteil, ab dem ich mir Sorgen um die Gesundheit meiner Platte machen sollte? Und was ist dann "Value", der fast immer mit "Worst" übereinstimmt (außer bei der "CRC Error Rate")?

    Gibt es keine Programme, die das gleich verständlich grafisch statt technisch tabellarisch darstellen können (also z.B.: "Schon 2% Reserve-Sektoren zugewiesen, ab 5% besser neue Platte bestellen")?

    Außerdem ist das Verfahren offenbar auch nicht bei jedem der Werte gleich. Einige Werte sind wohl "immer OK", es gibt keinen Warnungs-Schwellwert (z.B. bloße Statistiken wie "Power-On Hours"). Bei der "Spin Up Time" dagegen ist der ausgelesene Wert einfach nur anscheinend unsinnig:

    Value: 111 | Worst: 111 | Threshold: 24 | Data: 22020434

    Sicherlich ist das kein gesundheitskritischer Wert. Aber den einfach bloß da stehen zu lassen, ist schlicht nutzlos.

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  2. #2
    . Avatar von Goldwingfahrer
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    Standard AW: S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

    SMART steht für Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology,zu deutsch: Selbstüberwachung, Analyse und Aufzeichnung.
    Alle Festplatten prüfen automatisch,ob und wie oft es zum Beispiel zu Lese- und Schreibfehlern gekommen ist oder welche Festplattenbereiche defekt und ausgefallen sind.
    Die Daten legt die Festplatte im internen SMART-Speicher ab.
    Eigentlich eine gute Sache. Allerdings lassen sich die SMART-Werte nicht mit Windows-Bordmitteln auslesen.

    Um an die internen Testergebnisse zu kommen, brauchst Du Zusatzprogramme.
    Zum Beispiel das Gratistool “GSmartControl”, das Du kostenlos von der Webseite https://gsmartcontrol.berlios.de bekommst.
    Das Programm liest die SMART-Statuswerte aus und stellt sie tabellarisch dar.

    Wichtig ist die Spalte “Raw_Value”. Diese zeigt den aktuellen Messwert, etwa die Anzahl der Fehler oder die aktuelle Temperatur. Auf folgende SMART-Werte solltest Du achten:

    Raw_Read_Error_Rate
    Anzahl der bislang aufgetretenen Lesefehler. Kritisch: Viele Lesefehler deuten auf einen drohenden Festplattenausfall hin.

    Spin_Up_Time
    Durchschnittliche Zeit in Millisekunden, bis die Platte die volle Umdrehungsgeschwindigkeit erreicht. Kritisch: Niedrige Werte deuten auf einen Lager- oder Motorschaden hin.

    Start_Stop_Count
    Anzahl, wie oft der Festplattenmotor eingeschaltet wurde. Unkritisch: Hohe Werte sind unkritisch.

    Reallocated_Sector_Ct
    Anzahl der bisher genutzten Reservesektoren der Festplatten. Sehr kritisch: Hohe Werte deuten auf einen drohenden Festplattenausfall, da normale Bereiche der Festplatte bereits ausgefallen sind und die Platte auf die Reservesektoren zurückgreifen muss.

    Seek_Error_Rate
    Anzahl der Positionierungsfehler des Schreib-/Lesekopfs. Kritisch: Hohe oder steigende Werte deuten auf einen drohenden Festplattenausfall.

    Seek_Time_Performance
    Durchschnittliche Zeit zum Positionieren der Schreib-/Leseköpfe. Kritisch: Niedrige Werte deuten auf ein mechanisches Problem hin.

    Power_On_Hours
    Bisherige Betriebsdauer der Festplatte in Stunden, bei einigen Festplatten (z.B. Samsung SV1604 N) in Minuten. Kritisch, wenn die Betriebsstunden die vom Hersteller angegebene Lebenserwartung (MTBF, Mean Time Before Failure) erreicht.

    Spin_Retry_Count
    Anzahl der Startversuche der Festplatte. Kritisch: Hohe oder steigende Werte deuten auf einen drohenden Festplattenausfall aufgrund defekter Lager oder Festplattenmotoren hin.

    End-to-End-Error
    Anzahl der fehlerhaften Daten, die vom internen Speicher auf die Festplatte geschrieben wurden. Kritisch: Hohe oder steigenden Werte deuten auf einen Festplatten- oder Festplattenspeicherfehler hin.

    Temperature_Celsius
    Aktuelle Festplattentemperatur. Kritisch, wenn die Temperatur über der vom Hersteller angegebenen Höchsttemperatur (meist 60° C) liegt).

    UMDA_CRC_Error_Count
    Anzahl der Prüfsummenfehler (Übertragungfehler) bei der Datenübertragung. Kritisch: Hohe Werte deuten auf defekte Kabel, Steckkontkte oder Controller oder fehlerhafte Treiber hin.
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  3. #3
    Erklär-Bär Avatar von LigH
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    Standard AW: S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

    Vielen Dank, aber: "Thema verfehlt, 6". — Nun ja, zur Info ist die Übersicht schon brauchbar, aber:

    Mir geht es gerade um "was hübscheres als die tabellarische Darstellung", so dass ich die Werte nicht anhand einer solchen Beschreibung selber interpretieren muss. Programme, die mir mit "friss oder stirb" die Tabelle hinklatschen, kenne ich schon einige.

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  4. #4
    . Avatar von Selur
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    Standard AW: S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

    Was da 'hohe' und 'niedrige' Werte bei den einzelnen Werten sind würde mich auch interessieren.
    vielleicht interessant: https://www.z-a-recovery.com/man-smart.htm + https://www.hdsentinel.com/smart/index.php

    Das generelle Problem ist meine ich aber, dass je nach Festplatte die Werte teilweise anders interpretiert werden müssen. (mal ist das Maximum 100 mal 300,..)

    und zum Schwellenwert:
    An attribute is correct, when the Value is greater than or equal with the Threshold.
    Geändert von Selur (27. November 2013 um 17:16 Uhr)

  5. #5
    __ Avatar von seeigel
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    Standard AW: S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

    Spin_Up_Time
    Durchschnittliche Zeit in Millisekunden, bis die Platte die volle Umdrehungsgeschwindigkeit erreicht. Kritisch: Niedrige Werte deuten auf einen Lager- oder Motorschaden hin.
    Seek_Time_Performance
    Durchschnittliche Zeit zum Positionieren der Schreib-/Leseköpfe. Kritisch: Niedrige Werte deuten auf ein mechanisches Problem hin.
    müsste es nicht genau umgekehrt sein?
    Ein guter Motor sollte doch schneller seine Drehzahl erreichen als ein halb kaputter
    Und mit einem Lagerschaden/mechanischen Problem sollte doch auch die Drehzahl/Position nicht mehr so schnell erreicht werden
    mfg seeigel

  6. #6
    Erklär-Bär Avatar von LigH
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    Standard AW: S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

    Wenn die Platte anscheinend superschnell anläuft, drehen sich vielleicht die Platter nicht mehr mit?!

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  7. #7
    . Avatar von Goldwingfahrer
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    Standard AW: S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

    Wenn die Platte anscheinend superschnell anläuft, drehen sich vielleicht die Platter nicht mehr mit?!
    welch ein Unsinn........

    "Erklärung verfehlt, 6".

    Die Scheiben,Platterm müsste man vorher rausnehmen..solange sich die Spindelwelle dreht,drehen auch die Platter mit.

    Hier auch noch eine ganz passable Erklärung......

    https://linuxwiki.de/SmartMonTools


    Spin_Up_Time.........kann man auch in Wikipedia nachschauen.
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  8. #8
    Erklär-Bär Avatar von LigH
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    Standard AW: S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

    Och, Mensch, Wendo ... manchmal mach ich auch nur Scherze. Hier eben mit der Idee, dass sich der Motor mal ohne Welle dreht, egal wie unwahrscheinlich das technisch wäre. Aber ansonsten habe ich auch keine Ahnung, welche vernünftigen Gründe es für eine überraschend kurze "Hochdreh-Zeit" gäbe.

    Die SmartMonTools listen leider auch bloß tabellarisch auf. Aber wenigstens erklärt diese Seite die Threshold-Werte besser. Das würde also heißen, dass 2:5/100 bedeutet, von den 100% Reservesektoren sind nur noch 2% verfügbar, und unter 5% Rest hätte es eine Warnung gegeben, wenn Windows so was permanent überwachen würde (was es aber leider nicht tut). Eine sinnvolle Interpretation der SUT krieg ich damit aber auch nicht hin.

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  9. #9
    . Avatar von Goldwingfahrer
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    Standard AW: S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

    Naja...verstehe halt nicht alle Scherze.

    Bei uns ist übrigens "6" das Beste was unsere Kinder von der Schule als Benotung nach Hause bringen können.
    Vor 50 Jahren war "1" das Beste [Level 1 bis 5]

    Hier eben mit der Idee, dass sich der Motor mal ohne Welle dreht,
    Ja,das ist ein Scherz...denn ohne Rotor ists auch kein Motor..........

    Mir reicht hier was Crystal DiskInfo anzeigt...ist mal eine Zeile Gelbmarkiert,wird eh die HDD ersetzt.
    Beobachte da immer die Spalte "Grenzwert" und "Reallocated Sector Count" und ggf. dem "Reallocation Event Count", um genau zu sein deren "Raw"-Werten. Ist alles brav auf 0, ists okay.

    Der rot eingekreiste Wert entspricht der Spin Up Time in ms.im Screen.
    https://666kb.com/i/cjmg2qvbe02hhj82f.jpg

    Schneller wirds demnächst wenn die neuen HDDs mit Helium gefüllt sind [hoffentlich bleiben diese auch dicht]


    Das habe ich noch von früher
    https://stephan.win31.de/platten.htm
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  10. #10
    Erklär-Bär Avatar von LigH
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    Standard AW: S.M.A.R.T.-Analyse: Gibts das auch verständlich?

    In Deutschland gibt es 1 = "sehr gut" .. 6 = "ungenügend". Kulturelle Unterschiede sind mir allgemein bekannt, aber nicht speziell in der Schweiz.

    Einfache S.M.A.R.T.-Analyse bietet HWiNFO, zusätzlich auch noch HDDScan. Beide aber nur tabellarisch.

    SpeedFan macht es ein wenig besser, bietet neben der Bewertung einzelner Tabellendaten auch eine zusammenfassende simple Einschätzung von "Fitness" und "Performance" als Prozentbalken, sowie einen Online-Vergleich mit einer großen Datenbank unterschiedlicher Festplatten-Werte (hier ist die Darstellung mal relativ hübsch!).
    Geändert von LigH (28. November 2013 um 00:12 Uhr)

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