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Thema: Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

  1. #1
    Haudegen
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    Standard Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

    Hallo!

    Das Thema gehört zwar eigentlich in einen anderen Foren-Bereich, aber wegen besonderer "Spezialitäten" doch eher hier hin...

    Habe selbst nochmal 10 alte VHS-Kassetten mit Kameraaufnahmen aus den 80ern/90ern überspielt. Jetzt habe ich alle Korrekturen (Chroma-Shift, Weißpunkt, Cropping) schon gemacht, und habe jedes Tape komplett als eine große AVI (UtVideo, PCM Audio) vorliegen.

    Wie kann ich dieses AVI jetzt in einzelne Clips (VID_0001, VID_0002, usw.) zerhacken (also optische Szenentrennung)?

    a) Scenalyzer: Ja, aber ich möchte die Videos dafür ungerne in das DV-Format konvertieren. Also nein.

    b) VirtualDub: Hat eine Szenenerkennung, die man auch in der Empfindlichkeit einstellen kann. Aber die ist sehr einfach/ungenau, und außerdem muss man jeden Schnippsel von Hand markieren und in die Job-Liste hinzufügen. Das macht bei ca. 10 Stunden Video keinen Spaß.


    Also:

    Welche Software unterstützt Szenentrennung und separates Abspeichern von unkomprimierten AVIs? (MP4-Encoding mache ich danach im Batch)
    Wäre gut, wenn die Szenenerkennung eine gewisse "Intelligenz" hätte, also dass z.B. nicht bei jedem Kamera-Blitzlicht geschnitten wird.
    Dann gibt es bei analogem Assemble-Schnitt-Material das Problem, dass bei einem Cut oft das erste Frame unbrauchbar ist, oder dass der Schnitt "innerhalb eines Vollbildes" liegt (also noch ein Field vom alten Clip, und das andere Field vom folgenden. Wäre nett, wenn die Software das trotzdem als Schnitt erkennen würde, und vielleicht jeweils 1-2 Frames am Anfang und am Ende jedes Clips automatisch abschneiden könnte?
    Noch ein Problem: Es sind hin und wieder auch ein paar Sekunden Bandrauschen zwischendrin - was passiert damit? Wenn es ein "Clip" wird den man nachher löschen kann, OK - aber nicht dass dadurch dann 200 "1-Frame-Clips" entstehen...

    Habe das bisher mit 4 bis 5 Kassetten von Hand gemacht (VDub) - die hatten jeweils immer nur ne Lauflänge von ca. 30 Minuten - das ging noch.
    Aber bei 10 Stunden Material tu ich mir das nicht an!

    Gruß Alex
    Geändert von Gubel (4. December 2016 um 12:50 Uhr)

  2. #2
    Routinier Avatar von Rübezahl
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    Standard AW: Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

    Hallo Alex

    Zitat Zitat von Gubel Beitrag anzeigen
    Habe das bisher mit 4 bis 5 Kassetten von Hand gemacht (VDub) - die hatten jeweils immer nur ne Lauflänge von ca. 30 Minuten - das ging noch.
    Aber bei 10 Stunden Material tu ich mir das nicht an!
    Eigentlich sind es 10x eine Stunde und ich habe das mit VirtDub durchgezogen. Es ist jetzt beizeiten Dunkel und die Zeit ist da.
    Damit wurden die Aufnahmen gleich mit gesichtet und eben genau Vorgeschnitten für die weitere Bearbeitung mit Avisynth.
    Es ist hinterher weniger Müll auf der HDD, die ja auch nochmal gesichert werden sollte.

    Gruß Gerd

  3. #3
    Jungspund
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    Standard AW: Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

    Hallo habe schnell für dich gesucht und bin auf dieses Programm gestossen habe es nicht getestet und kenne es auch nicht aber sieht vielversprechend aus.

    http://www.avcutty.de/index.htm

    Das Tool für die Vorstufe des Videoschnitts.

    Mit optischer/digitaler Szenenerkennung, verlustfreier Videoverarbeitung
    und vielen Funktionen für den Grobschnitt von Videomaterial
    (Einlesen, Sichten, Sortieren, Trimmen, Katalogisieren...).



    Was ist AVCutty?

    AVCutty kann DV-Material von einer DV-Kamera einlesen ("Capturing") und in einer AVI-Datei auf dem PC speichern. Desweiteren vereinfacht AVCutty das Aufteilen von grossen AVI-Dateien in die einzelnen Szenen. Diese Szenen können dann in Videoprojekten verwendet werden. Hierfür analysiert AVCutty das Videomaterial, findet die darin enthaltenen Szenen und schreibt die Szenen jeweils in eine eigene AVI-Datei. Die Analyse basiert dabei entweder auf einer optischen Erkennung, oder auf einer DV-Datestamp Erkennung (bei DV-Material). Da die Daten beim Generieren der Szenen-AVI-Dateien nicht erneut komprimiert werden, findet kein Qualitätsverlust statt. Aufgrund Funktionalitäten wie z.B. das Trimmen von Szenen, eignet sich AVCutty auch gut für den Grobschnitt eines gesamten Videoprojekts.

  4. #4
    Haudegen
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    Standard AW: Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

    Hallo zurück!

    Habe mir AVCutty angeschaut - und es macht theoretisch genau das was ich will. Lädt AVIs (auch UtVideo), macht Szenentrennung und kann am Anfang und Ende Bilder abschneiden.

    Kann es nur "noch" nicht einsetzen weil ich - wie immer - alles nochmal überspielen musste, weil wieder irgendwas nicht gestimmt hat...

    Habe zum Überspielen einen tragbaren Nordmende-"Umgänge-Porti" mit Fullsize-VHS verwendet, der zu einem alten Vidicon-Kamera-Set von ca. 1985 (!) gehört - mit dem wurden die besagten Aufnahmen nämlich auch gemacht. Erstaunlich, dass das Teil nach wie vor 100% funktioniert! Der gibt die Bänder auch optimal wieder, und hat den besten Längsspur-Ton dabei...
    Musste natürlich etwas "basteln" (12V-Schaltnetzteil von nem alten Scanner an die Akku-Kontakte klemmen, und den HF-Modulator umgehen indem ich 2 Kabel mit Cinch-Buchsen FBAS/Audio auf die Platine gelötet hab ).
    Dann war dummerweise "Video-Brumm" auf der Audioleitung, und ich habs erst ganz am Ende gemerkt . Also nochmal...der Kopfhörer-Anschluss (Mono-Klinke!) an der Seite ist nämlich "clean"...
    Die VHS-Aufzeichnungen sind auch noch absolut einwandfrei! Nur die Qualität dieser Vicon-Kameras war eben - naja - man erkennt was drauf... (liefert aber sauberes ITU-PAL - kann man zeimlich exakt auf 704x576 beschneiden - ich bleib halt bei der Norm).

    Also erstmal alles überspielen, dann VDub-Korrekturen machen (Weißpunkt, Chroma-Shift, Cropping, Umschaltbereich abdecken, Mono-Downmíx) und als UtVideo speichern.
    ERST DANN kommt AVCutty...und dann das Encodieren...PUH !

    Geschnitten wird da nix mehr...das ist altes Familien-Gedöns, das kommt einfach in die Video-Sammlung und Adé mit den alten Kassetten...

  5. #5
    Haudegen
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    Standard AW: Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

    So, jetzt ist alles im Kasten...morgen probier ich das mit der Szenentrennung...


    So ne alte Kiste ist das:




    Bastelstunde ! :


  6. #6
    Routinier Avatar von Rübezahl
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    Standard AW: Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

    Hallo Alex

    Zitat Zitat von Gubel Beitrag anzeigen
    Also erstmal alles überspielen, dann VDub-Korrekturen machen (Weißpunkt, Chroma-Shift, Cropping, Umschaltbereich abdecken, Mono-Downmíx) und als UtVideo speichern.
    ERST DANN kommt AVCutty...und dann das Encodieren...PUH !

    Geschnitten wird da nix mehr...das ist altes Familien-Gedöns, das kommt einfach in die Video-Sammlung und Adé mit den alten Kassetten...
    Nach dem Einsatz von AVCutty ist es doch geschnitten, eben sinnvollerweise nach Szenenwechsel.
    Und nicht vergessen die Schnipsel zu Stabilisieren, entweder später oder auch gleich mit VirtDub.
    Oder fügts du die Schnipsel am Ende mit VirtDub wieder zusammen? Ich glaube eher nicht.

    Kein Mensch schaut sich heute ein Amateur-Video von 1 Stunde oder länger auf einen Rutsch an. Es sei denn, es gibt Essen und Getränke dazu.
    Die einzelnen Schnipsel habe ich auf Kapitel verteilt und werden vom Mediaplayer unter Mpeg-2 als DVD- oder Blu-ray- ISO abgespielt.
    Ein Kapitel kann natürlich mehrere Schnipsel enthalten, die Kapitelauswahl ist überschaubar und damit können schnell mal alte Aufnahmen von 15 bis 30 min angesehen werden,
    bei Lust auf mehr - auch kein Problem, es ist genug Film auf der ISO.

    Einen weiteren Vorteil von einzelnen Schnipsel'n sehe ich darin, dass bestimmte Filmauschnitte auch schnell mal unter h264 für die Ausgabe auf dem Tablett exportiert werden können.
    Die Speicher werden auch immer größer und auf dem Tablett sind Vorschaubilder anstatt Kapitel, es lassen sich ja Ordner anlegen.
    Meine Arbeitsweise ist darauf ausgerichtet, damit Tochter auch die alten Filme mal anschaut, Kinder sind ja Hauptkaufgrund von Camcorder.

    Also kommen die einzelnen Schipsel handlich und zukunftsorientiert auf Flash-Speicher, auf SSD's.

    Gruß Gerd

  7. #7
    Haudegen
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    Standard AW: Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

    Ich zerhacke das in einzelne AVIs (nach Szene) und die werden dann in einzelne MP4s encodiert (VID_0001.mp4, VID_0002.mp4, usw...) - im Originalformat interlaced (ich mache da kein weiteres Processing)

    Das ist dann quasi genauso wie bei Handy- oder SD-Camcorder-Aufnahmen...einfach einzelne Files pro "Take"...
    Die kommen wie alles andere auch auf die externe Platte (gesichert) und gut is (Ordner mit jeweils Datum und Ereignis)...kann man sich so am PC wunderbar anschauen...

    Ich mag die Windows 8/10 "Fotos"-App (kann auch Videos) - da kann man einfach schön durch die Sammlung "swipen"...

  8. #8
    Haudegen
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    Standard AW: Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

    Habs jetzt doch manuell mit VirtualDub gemacht - ich bin durch (im wahrsten Sinne des Wortes^^)
    Waren Gott sei Dank meistens lange Szenen...

    Die fertig bearbeiteten UtVideo-AVIs geladen, und von ner schnellen Platte rennt die VDub-Erkennung ja in 10-facher Geschwindigkeit.
    Immer Strg+Umschalt+Cursor...navigieren, und mit Strg+Umschalt+F7 in die Job-Liste speichern...
    Dann das Job-Control starten...
    Und die einzelnen Stücke dann über Nacht im Batch mit XMR umrechnen lassen (MP4 // 5 MBit/s H.264 // 48kHz/Mono MP3 VBR 128-160kBit/s).
    Das langt...die Tapes und die RAWs fliegen dann weg...

  9. #9
    Jungspund Avatar von DentalHarvey
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    Standard AW: Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

    Mega!

    Zitat Zitat von Gubel Beitrag anzeigen
    So, jetzt ist alles im Kasten...morgen probier ich das mit der Szenentrennung...


    So ne alte Kiste ist das:




    Bastelstunde ! :


  10. #10
    Haudegen
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    Standard AW: Optische Szenentrennung (VHS-Kameraaufnahmen)? Wie?

    Mega!
    Joa...

    2-Kopf-Mono-Gerät, manueller Tracking-Regler, HF-Modulator (CH36) mit Einstell-Schraube zur Kanalabstimmung
    Aber spielt echt astrein ab! V.a. die Eigenaufnahmen aus den 80ern auf schweren "Scotch"-Kassetten

    Das war die Kamera dazu:



    Die geht noch!

    Newvicon-Röhrensensor, S/W-Röhrensucher...

    Ist doch gar nich mal "sooo" übel das Bild, wenn man richtig fokussiert. Es ist halt "weich" wegen der Röhren-Abtastung, halt nicht so "knallig" wie bei CCD/CMOS. Und "LowLight" ist eigentlich auch ganz passabel!
    Hat halt diese schönen "Nachleucht-Effekte" bei hellen Lichtern...

    Steht aber inzwischen auf Ebay das Set...ist schon weg...


    Die Aufnahmen sind jetzt alles schon auf H.264 . 10 (teil-)volle Kassetten...ca. 40 GB - war wohl alles was die Kamera geleistet hat^^

    Naja, jedes Billig-Smartphone macht heute deutlich bessere Videos, aber was solls...
    Geändert von Gubel (21. December 2016 um 22:05 Uhr)

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