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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Installation Suse Linux v9.1


DerEineRing
2. May 2005, 18:21
Hi @all,

nach monatelangen hin und her mit einer separaten Bootplatte für Linux, die ich am Ende doch nicht zum laufen gebracht habe, bin ich jetzt dabei, Linux mit auf meine normale Bootplatte zu installieren. Ich hab also meine Linux-CD in der Version 9.1 rausgekramt und begonnen. Früher hätte ich einfach drauf losinstalliert, aber so hab ich mir schon ein System zerschossen, daher mache ich nichts ohne zu wissen was ich mache. Außerdem will ich keine Standardinstallation, sondern genau so wie ich mir das vorstelle.

Es folgen einige Einstellungsmöglichkeiten, von denen ich die Punkte "Partitionierung" und "Bootloaden" näher betrachtet und natürlich Fragen habe.

Unter "Partitionierung" habe ich erst einmal den Punkt "Partitionierzung nach eigenen Vorstellungen" ausgewählt. Dann "Wählen Sie eine Festplatte". Hier habe ich meine Bootplatte genommen, stand an 2. Stelle, an erster meine S-ATA, die unter Win nur als Arbeitsplatte läuft. Dann wurden mir die beiden schon erstellten Partitionen (C: und D: angezeigt. Als ich C: auswählen wollte, bekam ich die Meldung "Sie müssen Ihre Auswahl mit der höchsten Partitionsnummer beginnen." ??? Ähm ... genau ???

Dann bin ich zurück und wählte statt der IDE-Platte den Punkt "Freie Einstellungen" aus. Dann erschien eine Tabelle, die ungefähr so aussah:


/dev/hda
/dev/hda1
/dev/hde
/dev/hde1 HPFS/NTFS
/dev/hde2 extended
/dev/hde5 HPFS/NFTS


Stand natürlich noch mehr bei, ich hab nur das rausgeschrieben was mir interessant erschien. Nur habe ich keine Ahnung, was ich hier auswählen soll. Ich möchte Linux (und die Swap) auf die IDE installieren und den Platz von C: abzweigen.
______________________________________________________________

Der andere Punkt ist der Ort des Bootloaders. Ich will den MBR so lassen wie er ist. Wenn ich normal den Rechner starte, soll wie bisher Windows starten, nichts mit GRUB oder LILO, auch dann nicht wenn ich dort einstellen kann, dass nach einer bestimmten Wartezeit Windows startet. Ich will den Linuxbootmanager auf eine Diskette packen. Wenn ich die einlege, soll automatisch (ohne Rückfragen) Linux starten (Bios entsprechend angepasst).

Unter dem Punkte "Partotionierung" habe ich ein paar Unterpunkte gefunden:

* Ort Bootloader
-> Hier hab ich die Diskette eingestellt, stand dann was da von fd0 oder so.

* Standardabschnitt
-> Glaube hier kann man den BL anpassen. Was alles in welcher Reihenfolge im "Menü" angezeigt werden soll. Wie bekomme ich den dazu nichts anzuzeigen und bei einlegen der Diskette sofort Linux zu starten?

Folgende Punkte scheinen mir interessant, aber ich weiß nicht ob und ggf. was ich hier für o.g. Bootvorgang ändern müsste:

* Code in MBR ersetzen
* gespeicherten MBR zum Bootloader-Menü hinzufügen
* Festplattenreihenfolge: /dev/hde; /dev/hda (siehe Meldung oben bei der Partitionierung -> hab hier beide Reihenfolgen versucht, klappten beide nicht).

Hoffe ihr könnt mir helfen.

LigH
2. May 2005, 18:31
"Platz von C: abzweigen" geht nicht. Das, was du als "C:" bezeichnest, ist die erste primäre Partition auf der S-ATA-Festplatte. Und die Partition ist schon mit Daten belegt. Du dürftest nur Platz für eine Linux-Partition auswählen, der noch nicht von einer anderen Partition belegt ist.

Was du leider in deiner Tabelle weggelassen hast, sind Zahlenwerte, über die man herausfindet, ob noch unpartitionierter Platz frei ist. Und NTFS-Partitionen zu verkleinern, ist nicht gerade das einfachste...

Die am normalen IDE-Controller angeschlossenen Geräte sind:

- /dev/hda: Master am primären IDE-Controller
- /dev/hdb: Slave am primären IDE-Controller
- /dev/hdc: Master am sekundären IDE-Controller
- /dev/hdd: Slave am sekundären IDE-Controller

Das nächste wär ein S-ATA- oder RAID-Controller:

- /dev/hde: Master am primären Zusatz-Controller
- /dev/hdf: Slave am primären Zusatz-Controller
- /dev/hdg: Master am sekundären Zusatz-Controller
- /dev/hdh: Slave am sekundären Zusatz-Controller

Partitionen auf der S-ATA-Platte wären:

- /dev/hde1: Erste primäre Partition (die zeigt Windows als "C:" an)
- /dev/hde2: Erweiterte Partition (die vermutlich den ganzen Rest belegt)

Es sind maximal vier echte Partitionen möglich.

Innerhalb der erweiterten Partition gibt es dann logische Laufwerke:

- /dev/hde5: erstes logisches LW in der erweiterten Partition (das zeigt Windows als "D:" an - belegt wahrscheinlich die gesamte erw. Part.)

DerEineRing
3. May 2005, 14:15
"Platz von C: abzweigen" geht nicht. Das, was du als "C:" bezeichnest, ist die erste primäre Partition auf der S-ATA-Festplatte. Und die Partition ist schon mit Daten belegt. Du dürftest nur Platz für eine Linux-Partition auswählen, der noch nicht von einer anderen Partition belegt ist.

Als ich das erste mal Linux einfach so frei nach Schnauze installiert habe, bekam ich auch einen Vorschlag, wieviel Platz von C: abgezweigt werden soll.

Was du leider in deiner Tabelle weggelassen hast, sind Zahlenwerte, über die man herausfindet, ob noch unpartitionierter Platz frei ist. Und NTFS-Partitionen zu verkleinern, ist nicht gerade das einfachste...

Hab keinen unpartitionierten Platz mehr.

- /dev/hde1: Erste primäre Partition (die zeigt Windows als "C:" an)
- /dev/hde2: Erweiterte Partition (die vermutlich den ganzen Rest belegt)


Ich hab aber C: nicht auf der S-ATA, sondern auf der IDE-Festplatte laufen.
___

Muss ich da jetzt vorher mit PartitionMagic oder so erst einmal C: verkleinern und dann den unpartitionierten Platz mit Yast für Linux nutzbar machen oder geht das auch einfacher. @LigH, sorry, aber leider hast du mich jetzt noch mehr durcheinander gebracht, als ich's vorher ohnehin schon war.

LigH
3. May 2005, 16:10
Wenn C: auf der ersten IDE-Festplatte wäre, dann müsste für /dev/hda1 aber ein Dateisystem angezeigt werden. Leider hast du darauf verzichtet, hier die gesamte Tabelle zu präsentieren - das hätte vielleicht geholfen, deine Situation korrekt einzuschätzen. Bitte hole das mal nach!

Ob SuSE NTFS-Partitionen zuverlässig verkleinern kann, wäre ich mir nicht sicher; bei FAT-Partitionen mag das eher recht problemlos gehen. Vielleicht würde ich PartitionMagic da mehr vertrauen; aber nur ein wenig...

Vielleicht kriegst du ja beim Händler um die Ecke noch einen Restposten an 20-/40-/60-GB-Platte? Für ein gut ausgestattetes Linux würde ich jedenfalls mehr als 5 GB empfehlen - wenn man Quelltexte für das Recompilieren des Kernels oder anderer Tools auch dabei haben möchte, besser um die 10 GB. Zusätzlich braucht die Swap-Partition noch mal 0,5 - 1,0 GB, je nach RAM.

DerEineRing
3. May 2005, 19:21
OK, die Tabelle werde ich noch vervollständigen.

Eine zusätzliche, reine Linuxplatte wäre auch mein Lieblingslösung, aber ich habe meine alte Platte nicht zum laufen gebracht über RAID und IDE is keiner mehr frei. Im Thread hat noch einer nach dem HDD-Typ gefragt, werd ich nochmal posten, wenn ich die HDD wieder habe, derzeit verliehen, vielleicht klappt doch noch. <ungläubiggugg>

Vielleicht könnte ich ja Linux auch auf die Arbeitsplatte (S-ATA) machen. Ist zwar auch als NTFS formatiert, aber die könnte ich kurzfristig leeren, würde keine Daten verloren gehen und ist sicher einfacher als eine schon vorpartitionierte Platte neu zu partitionieren.

DerEineRing
4. May 2005, 16:56
So, hier die komplette Tabelle unter "freie Einstellungen" bei der Partitionierung.


Gerät Größe F Typ Mountp.
/dev/hda 149GB ST3160023AS
/dev/hda1 1011.8MB F Linux Swap Swap
/dev/hda2 148GB F Linux native /
/dev/hde 114,4GB 6Y120L0
/dev/hde1 46GB HPFS/NTFS Win/C
/dev/hde2 68,4 extended
/dev/hde5 68,4 HPFS/NTFS


Auch wenn die Tabelle etwas anderes sagt. Die große Festplatte ist die S-ATA-Platte und die kleinere die IDE. Nach LigH's Definition der Laufswerksbezeichnungen, ist es gerade anders herum.

Es scheint in der Tat so, als ob Yast die kompletten Win-Partitionen löschen will, nichts mit verkleinern. Ich bin mir aber auch hier 100% sicher, dass ich mich bei meiner ersten Linux-Installation (Suse, 9.0) an die Standardinstallation gehalten habe und dass dort NICHTS komplett gelöscht wurde, sondern Win noch lief und Linux auch.

LigH
4. May 2005, 17:57
Da Windows von Hause aus nicht in der Lage ist, Linux-Partitionen zu lesen (das geht nur mit zusätzlichen Treibern), kann Windows den Inhalt von /dev/hda1 und /dev/hda2 nicht erkennen. Folglich wird Windows den Inhalt von /dev/hde1 als C: bezeichnen, und den Inhalt von /dev/hde5 als D:.

Offensichtlich wird der S-ATA-Controller durch das BIOS als "erster IDE-Controller" verwaltet, und der normale (E)IDE-Controller als "zusätzlicher". Scheint mir relativ ungewöhnlich, aber heutzutage weiß man nicht mehr so recht, wie welches BIOS arbeitet. Akzeptieren wir also, dass /dev/hda (die "erste IDE-Platte") am S-ATA-Controller hängt.

Auf /dev/hda1 ist eine Linux-Swap-Partition vorhanden. Prima. Die kann das neue Linux (SuSE 9.1) gleich wieder als Swap-Partition mit benutzen.

/dev/hda2 scheint bereits ein Linux zu enthalten. Soll das draufbleiben? Soll es weiterhin benutzt werden können? Oder kann es durch das neue Linux ersetzt werden? -- Im letzten Fall solltest du problemlos /dev/hda2 als neue SuSE-Startpartition (Mountpunkt: "/") festlegen dürfen. Wenn nicht, sollte es für die Installationsroutine wahrscheinlich möglich sein, diese Partition zu verkleinern (also /dev/hda2 verkleinern, und Platz schaffen für eine Partition /dev/hde3, auf die dann das neue Linux passt).

ac-chan
4. May 2005, 19:00
Nimm PatitionMagic und verkleinere einer der Partitionen auf der nur Daten und nicht das Windows selbst installiert ist. Vorher solltest du natütlich mindestens die Daten dieser Partition sichern und die Partition selber zwei mal hintereinander defragmentieren(auch wenn Windows dier sagt, das dies nicht nötig sei).
Du solltest für suse mindesten wie folgt den Platz berechnen:
-/(root) ~10GB für Standard ~20 wenn du viele Programme ausprobieren willst und selber auch comipileren willst.(für selber compilieren ist es besser die erste partition zu haben, weil am schnellsten)
-swap ~1,5 -2 Fache deines arbeitsspeichers.
-/home soviel wie du glaubst das du unter Linux brauchst.

für die rootpartition solltest du ext3 oder irgent ein andere journalFS nutzen. Für home ist das relativ egal. Wenn du oft daten zwischen windows und Linux hin und her schieben willst, dann schau dier mal ext2/3 Dateisystemtreiber von Stefan Schreiber an(heise softlink 0510072) oder mach dafür eine eigene Partition mit fat32.

LigH
4. May 2005, 19:11
SuSE möchte selbst zwar am liebsten "ReiserFS" verwenden - aber das würde man mit "ext2-ifs" unter Windows noch nicht lesen können, denn ReiserFS unterscheidet sich da noch relativ erheblich von ext2/ext3.

Dennoch halte ich es eher für wahrscheinlich, dass sich die knapp 150 GB große vorhandene Linux-Partition noch verkleinern ließe. Da ist doch bestimmt noch Reserve?

DerEineRing
4. May 2005, 22:02
Ich frage mich gerade woher die Linux-Partitionen kommen sollen? Eine 148GB große Linux-Partitiion habe ich nicht, da ich nur eine 120GB als Boot-HDD und eine 160GB als Arbeistplatte, die den Platz auch ausnutzen (von ein paar GB, wo ich nicht weiß wo die stecken, bei der S-ATA, mal abgesehen). Eine Swap wäre theoretisch denkbar, dass die von meiner ersten mißglückten Linuxinstallation noch übrig ist, aber die große Partition kann ich mir nicht erklären. Die existiert so 100%ig nicht - nicht in der Größe.

ac-chan
4. May 2005, 22:14
Hast du auch den Fehler/die difference von SI k und binärem k bedacht? Speich SI k = 1000 binäres k = 1024. das Summeiert sich.

LigH
4. May 2005, 22:14
Dann war es vielleicht der Vorschlag des Installers, den du da in der Tabelle siehst?

DerEineRing
4. May 2005, 22:18
Ich boote nochmal von CD und guck mir das nochmal an.

LigH
4. May 2005, 22:20
Ebenfalls interessant sein könnte die Anzeige, die XFDISK bringt. Da müsste man allerdings evtl. vorher mit DOS booten - ich weiß nicht, ob das in einer Windows-DOS-Box funktionieren würde.

DerEineRing
21. May 2005, 17:16
Dann war es vielleicht der Vorschlag des Installers, den du da in der Tabelle siehst?

War vielleicht so. Kann sein, dass ich bevor ich mir habe die Tabelle anzeigen lassen irgendwo rumgeklickt habe. Jetzt war das Bild ein anderes. Beide Linux-Partitionen sind weg und anstelle deren steht bei /dev/hda1 unter Typ SFS.

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So, nun endlich läuft meine dritte Festplatte. Evtl. versuche ich mich dann Morgen mal an einer Linux-Installation. Nur vorweg wollte ich nochwas abklären. Wie schon geschrieben, habe ich vor den Bootmanager nicht zu ändern und den Linux-Bootmanager auf Diskette zu schreiben. Wenn ich den Computer anschalte, soll normal Windows booten und wenn ich die Diskette einlege, soll automatisch Linux booten - entweder komplett ohne Auswahlmöglichkeit für Windows oder aber Linux als Nummer 1 und Windows als 2. Die Einstellungen dazu, müsste doch mit in Install-Menü zu finden sein, oder?

* Muss ich beim booten von Linux von Diskette da nochwas beachten (außer der Einstellung im Bios, erst von Disk zu booten)?

* Derzeit ist die Platte als FAT32 partitioniert. Kann ich das soll lassen und dann von Yast die Neupartitionierung machen lassen oder muss ich vorher alles zu unzugeordneten Speicherplatz machen?

* 10GB sollen für Linux und die Swap reserviert werden, ich denke das reicht für den Einstieg. Der Rest (Gesamt: 20GB) als Austauschpartition und Datenspeicher für Dateien unter Linux (werden so viele nicht sein). Welches Dateisystem wäre denn da angebracht? FAT32 oder gibts ein Linux-Dateisystem, mit dem auch Windows zurecht kommt?

LigH
21. May 2005, 17:28
Ich würde empfehlen, Partitionen auf der Platte zu löschen, bevor neu installiert wird. Ob du das zunächst unter Windows oder DOS (FDisk, oder XFDisk, oder Ranish, oder was für ein Partition-Manager auch immer) oder im manuellen Modus von YaST machst, ist deine Sache. Aber es wäre ratsam, eine blanke Platte zu haben, bevor die Partitionen darauf definiert werden.

Für die Swap-Partition sollte meist 1-1,5 GB reichen, dann kannst du noch getrennt je eine root-Partition (/) und eine home-Partition anlegen (um Programme und Daten zu trennen). Für die root-Partition sollte unbedingt ein Journaling-Filesystem gewählt werden - SuSE wird dir ReiserFS vorschlagen, ext3 wäre auch möglich. Was du für die home-Partition verwendest, ist deine Sache (ext2/ext3/ReiserFS), es könnte aber davon abhängen, ob du unter Windows davon mal was lesen wollen könntest.

Es gibt Windows-NT-Treiber (2K/XP...) für ein "installable file system" für ext2 (und evtl. ext3), suche mal nach "ext2ifs". Und auch Lese-Treiber für ReiserFS will ich nicht ausschließen...

DerEineRing
21. May 2005, 19:45
Bei der Austauschpartition sollte sowohl Windows als auch Linux Schreib- und Leserechte haben. Ich hab erstmal 10GB weggeschnitten und den Rest als FAT32 gelassen.

Aber nochmal zurück auf die Frage mit dem Bootloader auf Diskette von oben. Wäre da nochwas zu beachten oder einfach Linux-CD rein, installieren und BL auf Diskette und fertig?

LigH
21. May 2005, 20:58
Im Grunde: Ja, so sollte das funktionieren.

Man darf's bloß nicht verpassen, sonst kommt der Bootloader in den MBR - aber macht nichts, GRUB ist zuverlässig.

DerEineRing
21. May 2005, 21:13
Also lieber GRUB als LILO? Weiß jetzt gar nicht, ob mich Suse damals vor eine Wahl gestellt hat.

ac-chan
21. May 2005, 21:23
Heute nimmt eigentlich keine Distro mehr LiLo als default Bootloader.

Monk
28. May 2005, 23:33
Ich glaube Knoppix verwendet immer noch lilo. Suse hingegen verwendet ab der 9er-Generation (bin mir nicht 100%ig sicher) ausschließlich grub. Bei den früheren Versionen wurde die Wahl (lilo oder grub) dem Konsumenten überlassen.

DerEineRing
14. June 2005, 16:21
So, jetzt hab ich mir eine Festplatte geholt und doch tiefer in die Tasche gegriffen als ich wollte: Maxtor 6Y120P0, für 59 Euro. Konnte ich nicht widerstehen. Das ganze angeschlossen über eine Raid-Karte, gejumpert als Master am primären Raid-Controller.

Dann die CD mit Suse 9.1 eingelegt und wollte die Installation starten und schon geht das ganze wieder von vorne los. Unter dem Punkt Partitionierung wird die neue Platte nicht gefunden. Stattdessen bekomme ich folgende Tabelle zu sehen:


Gerät Größe F Typ Anfang Ende
/dev/hde 149 GB ST3160023AS 0 19456
/dev/hde1 149 GB SFS 0 19456
/dev/hdi 114,4 GB 6Y120L0 0 238215
/dev/hdi1 46 GB HPFS/NTFS 0 95847
/dev/hdi2 68,4 GB Extended 95848 238201
/dev/hdi5 68,4 GB HPFS/NTFS 95848 238201


Die Platte ST3160023AS ist eine IDE-Platte die am primären IDE-Controller hängt und von der Windows bootet (Partition C: mit 46 GB). Außerdem gibt es noch eine "Lagerpartition" (D: mit 68,5 GB). Beide als NTFS formatiert.

Die Platte 6Y120L0 ist eine S-ATA. Ob am primären oder sekundären S-ATA-Controller angeschlossen, weiß ich nicht. Nur eine Partition, NTFS, als Arbeitsplatte mit 149GB. Unter Systemsteuerung -> ... -> Datenträgerverwaltung bekomme ich eine Übersicht aller Partitionen, dort steht in der Tabelle bei Status bei der Platte "Fehlerfrei (Risiko)", vielleicht wichtig. Bei Typ steht "dynamisch", bei allen anderen "Basis".

Die Platte auf die Linux soll, ist die Maxtor 6Y120P0, derzeit als F: unter Windows laufend, mit 75 GB, der Rest unzugeordnet. Dieser Rest ist für Linux.

Wieso findet Linux die Platte nicht. Es sollte doch eigentlich problemlos auch von Raid booten können.

edit:
Ich sehe gerade, dass es (bei mir) die Tabelle ziemlich verzerrt hat. Wenn man's nicht lesen kann, kann ich die nochmal als Excel erstellen und anhängen.

wodi666
14. June 2005, 16:27
Es sollte doch eigentlich problemlos auch von Raid booten könnenKennt Linux den Raid Kontroller?

DerEineRing
14. June 2005, 16:33
Hab die beiden zumindest nicht persönlich miteinander bekannt gemacht. :)

Danach hab ich gar nicht geguckt. Ist das direkt im Install-Menü?


Dennoch müssten doch die ganzen Platten anders bezeichnet werden. Die Bootpartition müsste die /dev/hda1 sein und nicht hde oder hdi. Bei der Maxtor geht ich ja nocht mit.

LigH
14. June 2005, 16:52
Nein:

/dev/hda ist die erste Platte am ersten normalen IDE-Controller. Bis zu vier normale Controller kann ein PC verwalten:

(praktisch immer on-board:)
IDE-Controller 1, Master: /dev/hda
IDE-Controller 1, Slave: /dev/hdb
IDE-Controller 2, Master: /dev/hdc
IDE-Controller 2, Slave: /dev/hdd
--
(Extra-(E)IDE- oder RAID-Controller, durch BIOS verwaltet:)
IDE-Controller 3, Master: /dev/hde
IDE-Controller 3, Slave: /dev/hdf
IDE-Controller 4, Master: /dev/hdg
IDE-Controller 4, Slave: /dev/hdh

Jetzt folgen die IDE-RAID-Controller, die nicht als normale IDE-Kontroller verwaltet werden (also nicht durch das BIOS, und somit evtl. auch nicht bootfähig), mit /dev/hdi + /dev/hdj, /dev/hdk + /dev/hdl, ...

Wo sich die Bootpartition befindet, hat mit der Namensgebung der Platten nichts zu tun. Bei DOS und Windows bis 9x/Me ist C: die Partition, von der gebootet wurde - aber Linux ist da anders, Linux zählt immer in der Reihenfolge der Hardware.

DerEineRing
14. June 2005, 18:35
Aber selbst wenn der Fall eintreten sollte und die IDE-Karte ist nicht bootfähig, sollte Linux doch zumindest die Platte erkennen.

LigH
14. June 2005, 18:48
Sicher wird Linux die Platte erkennen. Die Frage ist nur, wann der Treiber dafür geladen wird, und ob der unbedingt nötig für den Zugriff ist.

Überleg mal: Wie soll ein Betriebssystem von einer Platte starten, wenn es für den Zugriff auf die Platte erst mal einen Treiber von dieser Platte laden müsste?

DerEineRing
17. June 2005, 18:11
Ich war jetzt mal googeln und hab eine Forum gefunden, in dem auch einer versuchte Linux auf eine mit meinem Raid-Controller angeschlossene Platte zu installieren. Die Karte würde angeblich von Linux im allgemeinen nicht erkannt. Es wäre zwar möglich, würde aber auf Kompilierung des Kernels hinauslaufen und das wollte ich mir nicht antun. Daher hab ich die Platte nun doch als Slave an den IDE-Controller geklemmt - wollte ich eigentlich nicht, bei solchen Aktionen ist bisher immer Mist passiert - heute klappte es.

So, CD rein, starten, Punkt Partitionierung angewählt. Wie schon vorher erkennt Linux die Platten falsch. Die beiden über IDE angeschlossenen Maxtor müssten /dev/hda und /dev/hdb sein, die über S-ATA angeschlossene Western Digital müsste /dev/hde sein. Es wird aber die S-ATA als dev/hda, die Maxtor (Master) als dev/hde und die Maxtor (Slave) als dev/hdf erkennt.

Ich hab das mal ignoriert und nach den Festplattennamen die Partitionierung vorgenommen, dann schreibt Linux folgendes im Install-Hauptfenster:


Partition löschen /dev/hdf2 75 GB (Extended)
Windows-Partition löschen E: (/dev/hdf5) 75GB
erweiterte Partition auf 114.4 GB (/dev/hdf1) anlegen
swap-Partition 1008.0MB für /dev/hdf2 anlegen
root-Partition 20GB (/dev/hdf5 mit reiser) anlegen
Mountpoint von /dev/hde1 auf windows/C setzen
Mountpoint von /dev/hde5 auf windows/D setzen


Nach dem Text würde der versuchen auf E: Linux zu installieren - soll er eber nicht. Die Linux-Platte ist unter Windows F:. Im Install-Menü zeigt der aber den Namen der Linux-Platte an - schreibt aber später was von E:

Anmerkung: Die Linux-Platte wurde einmal komplett als NTFS formatiert. Später NTFS auf 75GB und der Rest unzugeordnet gelassen. Passiert ist das alles einfach in der Datenträgerverwaltung.

ac-chan
17. June 2005, 18:45
Nimm Debian, da kannst du patitionieren wie du willst und legst auch gleich fest als was und wo es eingebunden werden soll(z.B. hdn1 als / mit ext3). Das ist das angeblich so komplizierte Debian leichter als die klickiebundie alsles Gui mit anleitung aber ohne inhalt Distros wie Suse oder Mandrake.

DerEineRing
18. June 2005, 11:51
Mag ja sein, dass Debian "besser" als Suse ist, nur wird Suse eben für den Anfänger empfohlen und da ist ein "Alles-GUI-OS" vielleicht besser, auch wenn die Möglichkeiten für einen Fortgeschrittenen bei Debian besser wären.