Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rauschfilter - Welche sind die Besten ?
Gunnar
7. July 2003, 19:32
Ich bin gebeten worden mal so einen Thread aufzumachen. Und es interessiert mit auch sehr wie andere TV-Karten-User das Capturematerial entrauschen ohne starke Schärfeverluste (Avisynth). Wäre toll wenn wir unsere Erfahrungen zusammenschmeißen würden.
Der Thread "VHS-Capture! Welches Plugin zum denoisen" hat sich wohl tot gelaufen, deshalb hier ein neuer Versuch.
Ich mache gerade Tests mit Convolution. Die vorgegebenen Presets sind aber für meine Zwecke nicht das gelbe vom Ei. Mit eigenen Werten sind die Resultate klasse wenn man das Rauschen und die Bildschärfe in Betracht zieht. Leider wirkt aber die "Gesichtsfarbe" sehr blaß und schmierig. Wie sieht´s denn bei euch aus ?
Gruß Gunnar
Die wohl am meisten verwendeten Filter sind Convolution3d, Undot, Temporal Cleaner und Flux Smooth.
(Ergänzt mich ruhig fals was fehlt)
Vielleicht könnten ein paar Filter-Erprobte User ihre Settings beschreiben! :D
Ich finde zum Beispiel auch das, das Convolution3d preset "vhsBQ" zu stark filtert...und Leider wirkt aber die "Gesichtsfarbe" sehr blaß und schmierig.wie Gunnar beschrieben hat schmiert!
scharfis_brain
7. July 2003, 23:33
wenn man die Parameter des Conv3d einzeln beeinflusst, anstatt auf die Presets zu vertrauen, erhaelt man sehr gute Ergebnisse. ich benutze die Presets nur, wenn ich anfange ein script zusammenzubauen, der Feinschliff der Parameter kommt dann spaeter.
Die Parameter sind uebrigens in der Readme des Conv3D erklaert.
Unfilter ist auch noch ganz nett,.. ;)
TeeWeeCap
8. July 2003, 09:19
Hier klinke ich doch gleich mal ein ;)
Dies ist ein Thread der doch die Capturegemeinde brennend interessieren muß. Im bezug auf den Convolution3D Filter muß ich auch Ruppl und Gunnar recht geben. Die Presets sind für die TV-Captures kaum zu gebrauchen und die Farben schmieren wobei die Gesichtsfarbe kaum noch Unterschiede aufweist. Sieht fast so aus wie im Zeichentrick.
Die Parameter sind uebrigens in der Readme des Conv3D erklaert
Jou, aber wie die sich auswirken ist sehr stark von der Capturequali abhängig und deshalb kaum ausagekräftig. Mich würde auch mal interessieren ob es jemand geschafft hat zufriedenstellende Ergebnisse zu erhalten.
Die Sache mit dem Farbenschmieren könnte vielleicht durch das optimale Setting des "chroma tresholds" in den Griff zu kriegen sein. Dann gibts da ja auch noch eine weitere Matrix die etwas mehr weichzeichnet. So gut der Filter auch ist, leider gibt es auch viele Kombinationsmöglichkeiten der Settings.
bye, TWC
TeeWeeCap
8. July 2003, 09:27
Unfilter ist auch noch ganz nett
Welche Settings verwendest du ?
bye, TWC
kommt drauf an (zwischen -10 und -100 meist), wobei ich persönlich aber selten mit nicht digital gecapturten Material arbeite => nur wenig Rauschen => nützt euch eventuell nix ;)
ich verwende meist temporalcleaner(3,6) und undot für dvd rips (bin kein "capturer") mit diesen einstellungen bekomme ich ungefähr schärfemäßig dasselbe ergebnis wie mit con3dhq, ist aber viel schneller (auch als fluxsmooth)
unfilter blurred auch bereits bei (-1,-1) schon ziemlich stark, weshalb ich den eigentlich nur selten verwende...
McClusky55
25. January 2004, 17:49
Grundsätzlich bearbeite ich nur MPEG-2 Dateien mit 720x576 (PAL) Auflösung als Ausgangsmaterial. Als Frameserver Input nehme ich nur *.d2v Projektdateien.
Mit Avisynth 2.08 benutze ich zum Denoisen DustV5 mit dem Parameter Pixiedust und zum Schärfen Blackbox oder Msharpen.
Mit AviSynth 2.52 benutze ich zum Denoisen MSmooth und zum Schärfen MSharpen von Donald Graft.
Zum Farben aufbessern benutze ich ausserdem die eingebaute Color Funktion von Avisynth mit den Auto Optionen.
Bringt recht gute Ergebnisse, sowohl bei DivX 5.11 als auch bei MPEG-2.
Wichtig bei MPEG-2, vorher im Script resizen und croppen (beispielsweise auf SVCD), sonst dauert es ewig.
bb
26. January 2004, 08:58
Ich verwende meist Convolution3D, häufig mit folgenden Einstellungen (nach dem resize):
Convolution3D(1, 6, 10, 6, 8, 2.8, 0)
Ich verwende ausschließlich die YUV2-Version (ursprünglich für AviSynth 2.0x, aber rekompiliert für AviSynth 2.5x), nicht die YV12-Version (denn die wurde nie fertiggestellt und ist fehlerhaft).
bb
Peter0815
13. September 2004, 16:26
Hallo, hab mir diesen Thread ausgesucht, weil er vom Titel her zu meinem "Problem" am besten paßt. Hab aber auch vieles dazu gelesen, was auch in aktuelleren Threads steht. Kenn mich aber auch in Avisynth nicht so toll aus. Die heftigen Scripts (intellibob, restore24 etc.) kapier ich nicht wirklich, natürlich auch, weil mir z.T. die Grundlagen (Parameter der einzelnen Filter für mich unverständlich) fehlen. Zum Problem:
Habe interlaced VHS-Captures (Huffyuv) mit viel Bewegung (Skateboarding). Will diese entrauschen, um Bitrate für's Encoden zu sparen. Allerdings haben meine Versuche nicht wirklich den gewünschten Erfolg, außer dass die Files wirklich kleiner werden. Die Videos werden rel. unscharf bzw. weich. Ich laß sie ja gerade wegen der Bewegungschärfe interlaced, aber das ist nach dem Filtern (convultion3D(preset="movieLQ")) dahin. Hab leider mein Script gerade nicht zur Hand (aber eben Zeit zum Schreiben :-)). Ich benutze aus dem Restore24 das Intellibob.avs (heißt glaub ich so) und binde es in mein script ein. Scharfi hat mal wo geschrieben: Deinterlacing --> Denoising --> Reinterlacing, was ich so gemacht hab, aber das Ergebnis ist eben nicht so toll. Z.T. scheinen die Farben zu schmieren und es ist eben alles sehr weich.
Die Frage nach dem/den "besten" Rauschfiltern wurde ja schon oft gestellt, aber gibt es für bewegungsreiche Filme spezielle Rauschfilter, die gute Ergebnisse liefern? Wär echt super, wenn jemand was dazu weiß.
Sorry für so viel Geschwalle, hab's nicht kürzer geschafft!
LigH
13. September 2004, 16:53
Ich habe in letzter Zeit mal den "STMedianFilter" von T. Barry ausprobiert. Fand ich durchaus überzeugend; aber ich bin mir noch nicht sicher, ob er bei zu stark verrauschtem Material, wenn man die Thresholds etwas erhöhen müsste, vielleicht zu flächige Ergebnisse bringt. Wäre schön, wenn da jemand mal in diese Richtung mit testen würde.
Limit
13. September 2004, 17:47
Ich würde mir mal Dust anschauen. Lässt sich zwar nur mithilfe von LoadPluginEx2 laden und ist auch ziemlich langsam, aber dafür ist die Qualität erstaunlich. Je nach Quelle würde ich anschließend noch einen "sanften" Weichzeichner benutzen. Wenn dir das zu langsam ist, kannst du mal PeachSmoother ausprobieren. Persönlich benutz ich ihn nur bei relativ "sauberen" Clips, da er bei stark verrauschtem Quell-Material entweder zuviel Rauschen drin lässt oder zu stark weichzeichnet.
Peter0815
13. September 2004, 18:45
@Ligh:
Werd den empfohlenen Filter mal testen. Hast du irgenwelche Parameter-Beispiele parat?
@Limit:
Hallo, was verstehst du unter einem "sanften" Weichzeichner? (Name des Filters). Ich will aber eigentlich nicht weich zeichnen, ich will ja die Schärfe erhalten. Deshalb will ich eigentlich so wenige "Waschgänge" wie möglich haben. Wär also toll, wenn ein Rauschfilter reicht, aber wenn das Ergebnis besser wird lass ich mich natürlich auch auf mehrere ein :-)
Limit
13. September 2004, 19:00
Nun ja, ich benutz meistens VagueDenoiser und stell den Threshold auf 0.5-1 je nach Ausgangsmaterial. Die anderen Einstellmöglichkeiten lass ich meist auf Standard. Wenn dir das dennoch zu stark ist, versuch es mit RemoveGrain. Dieser Filter ist von seiner Natur zwar auch ein Weichzeichner, ist aber dafür ausgelegt nur einzelne Punkte "auszuwaschen", so dass an der Optik kaum was verändert, die Komprimierbarkeit jedoch zunimmt. In wiefern er sich mit Dust verträgt, kann ich dir aber nicht sagen, da ich diese Kombination bisher noch nicht getestet hab. Bei vernünftigen Ausgangsmaterial sollte jedoch Dust alleine schon genügen.
Peter0815
14. September 2004, 13:27
Hallo, hab gestern noch ein wenig mit verschiedenen Rauschfiltern experimentiert (Convultion3D, TemporalSoften, STMedian etc.). Ergenbisse waren alle nicht so, wie ich es mir erhofft habe. Aber in Anbetracht dessen, dass ich früher nie "rauschgefiltert" hab...
Mein Script sieht folgendermaßen aus:
import("C:\Programme\AviSynth 2.5\Examples\intellibob.avs")
AudioDub(AVISource("D:\temp\capture1.avi"),WAVSource("D:\temp\capture1.wav"))
#AssumeTFF()
DelayAudio(-0.2)
trim(75,50560)
Crop(4,14,0,0)
ChromaShift(C=-2,L=-4)
Levels(0,1,255,10,250)
kernelbob() #dies ist ein script, welches aus kerneldeint einen bobber macht
#(aus 50 hallbiern werden 50 VOllbilder / sec
Convolution3d(preset="movieLQ")
# dies ist das reinterlacing:
separatefields().selectevery(4,1,2).weave() #fuer TTF 4,1,2 nutzen BFF 4,0,3
Sind Levels und Chromashift an der passenden Stelle oder sollten die auch nach dem Deinterlacing rein? Vielleicht hat das was mit meinen Ergebnissen zu tun?!
Careca
15. September 2004, 21:22
Hi,
@Peter0815: Dieses hier ist nicht die Antwort auf deine Frage. Ich hoffe es wird sie noch wer beantworten. Ich möchte hier nur einen Erfahrungsbericht zum Thema reinstellen.
Ich hatte mir vor paar Wochen in meinem Urlaub eine VHS-Videoafnahme ("Orfeu Negro"; ein Fim mit ruhigen und halbschnellen Szenen in Eastman-Color aus dem Jahr 1959) in XVID-avi umgewandelt.
Das erste Ergebniss (Aufnahme mit Hufyuv-VDub und danach direkt umgewandelt in XVID) fand ich irgendwie recht unbefriedigend. Auf dem Video sah der Film irgendwie noch besser aus, als im avi-Format.
Ich hatte mich dann durch dieses Forum durchgewühlt und mir ein neues AviSynth-Skript mit VdubMod-Skripting- und Vorschau-Unterstützung erstellt.
Vorher hatte ich mit FluxSmooth, PeachSmoother, MipSmooth und VagueDenoiser herumexperimentiert, aber nicht das gewünschte Ergebnis erwischt. Irgendwann kam ich dann zum Noise-Filter PixieDust. Ich verglich die vorschauen mit den anderen und blieb dann bei PixieDust, weil ich meinte, das Beste beim Entrauschen erwischt zu haben.
Irgendwie fand ich dann durch weiteres herumexperimentieren mit Deinterlacern heraus, dass durch Anwenden von Kernelbob und zwei weiteren Deinterlacern das Bild verbessert wurde.
Das Umwandeln dauerte im XVID-2-pass-Verfahren dann geschlagene 38 Stunden (mit 2400+XP). Mit dem Skript-Entwerfen und dem Forumstudium habe ich wohl eine Woche insgesamt investiert gehabt.
Beim Ergebnis bin ich danach aber fast hinten übergekippt: Ich sah plötzlich Details in einer Schärfe, welche in meiner vorherigen Version im Hintergund im Dunkeln verschwanden. Auch das Rauschen war weg und sowohl am SAP und am PC war ich mit dem Ergebnis zufrieden.
Und nun das Ober-gemeine: So ganz genau habe ich nicht verstanden, was ich da gescriptet hatte und warum gerade das Deinterlacing meiner Aufnahme noch nen zusätzlichen Quali-Schub gab (den ich mir in der Voransicht von VDubMod gewann).
Für Interessierte, der Skript steht unten.
MfG
Careca
Der Skript (aufs wesentliche reduziert) :
"[...]
AviSource("Orfeu_Negro_org.avi",false)
kernelbob()
ConvertToYUY2()
Undot()
Tweak(hue=1.0, sat=1.1, bright=1.0, cont=0.8)
FieldDeinterlace (full=false)
KernelDeint(order=1, sharp=true)
ConvertToYUY2()
PixieDust(limit=5)
LanczosResize(720,576,18,4,696,556)
noisefilter()
separatefields().selectevery(4,0,3).weave()
[...]"
LigH
16. September 2004, 08:43
@ Careca:
Tja, so ganz verstehe ich deine Idee auch nicht vollständig: Zumindest kann man das zweite "ConvertToYUY2" sicherlich weglassen (außer du hast ein anderes "ConvertTo..." zu viel herausgekürzt), und die letzte Zeile (Separate...Weave) halte ich auch nicht für sinnvoll, wenn vorher schon deinterlaced wurde.
An Tweak(cont=0.8) liegt sicher, dass du jetzt auch im Dunkeln sehen kannst; ich hätte da jedoch vielleicht eher Levels(0,gamma,255,0,255) mit gamma leicht über 1.0 verwendet, wenn es nur um eine Aufhellung geht.
UnDot als Medianfilter entfernt schon mal die ersten kleinen Rauschpixel. Danach dann immer noch andere Rauschfilter zu verwenden, wird wohl nur noch Auswirkungen auf größere Reste haben.
__
@ Peter0815:
Die Position von Levels dürfte weniger bedeutend sein, was das Deinterlacing angeht. ChromaShift wird vermutlich für die Anwendung am Originalbild optimiert sein.
Beispiele für STMedianFilter sind in der Dokumentation, die mit AviSynth 2.5.5 entpackt wird, enthalten.
incredible
16. September 2004, 09:49
Der Skript (aufs wesentliche reduziert) :
"[...]
AviSource("Orfeu_Negro_org.avi",false)
kernelbob()
.........
.........
.........
FieldDeinterlace (full=false)
KernelDeint(order=1, sharp=true)
.........
.........
.........
.........
separatefields().selectevery(4,0,3).weave()
[...]"
Sach mal, was kommt denn dabei raus???
Du bobbst erst, .. sodann im full framerate Zustand (50fps) haust du einen deinterlacer drauf (fielddeinterlace), danach nochmal einen weiteren Deinterlacer (Kerneldeint) und am Ende ein Reinterlacing (separatefields.selectevery.weave )
Was willst du überhaupt?
Ein interlaced Video interlaced behandeln was sodann auch interlaced bleibt, oder möchtest du am Ende ein progressives Video raus haben?
grua
17. September 2004, 10:10
@Careca:
guck doch mal hier: http://web.utanet.at/grundlau/Filtern von interlaced Video.pdf
Ich habe dort versucht den richtigen Umgang mit Bobbern zusammenzufassen, je nachdem ob du als Endergebnis ein deinterlactes od. ein weiterhin interlactes Video willst. Ob du dabei TMCBob od. KernelBob nimmst ist Ermessenssache. In anderen Threads wurde eher TMCBob empfoheln.
cu, grua
Careca
17. September 2004, 22:48
@Ligh: Komisch ohne diese Umkonvertiererei hatte der kernelbob() nicht mitgespielt, daher hatte ich den Convert-Befehl verwendet. Danach ging der Kernelbob().
Sach mal, was kommt denn dabei raus???
Du bobbst erst, .. sodann im full framerate Zustand (50fps) haust du einen deinterlacer drauf (fielddeinterlace), danach nochmal einen weiteren Deinterlacer (Kerneldeint) und am Ende ein Reinterlacing (separatefields.selectevery.weave )
Was willst du überhaupt?
Ein interlaced Video interlaced behandeln was sodann auch interlaced bleibt, oder möchtest du am Ende ein progressives Video raus haben?
Du hast es schon erkannt, daß ich da in der Alchemistenküche spazieren ging und dann von jedem etwas druidenmässig in meinen Kupferkessel schüttete, umrührt ...
... ehrlich gesagt ich kann auf keiner deiner Fragen antworten. Ich habe immer wieder Zeilen in den Skript reingeschrieben und auskommentiert und mir alles mittel VDubMod vorangeschaut und dann das beste Resultat beibehalten (so auch mit TWEAK). Dass ich da zwei deinterlacer hintereinander gefahren hatte, fiel mir auch auf. Aber ich hatte eine optische Qualitätsverbesserung durch diese seltsame unerklärbare Kombination nach dem Bobber, so dass ich diese Kombination beibehielt. Ich vermute, es hängt mit den von mir verwendeten Parametern zusammen? Allerdings hätte ich ohne den weave-Befehl ein falsches Format erhalten, so dass ich die letzte Zeilenkombination verwendete ... gehe ich für mich jetzt rein ergebnisorientiert vor, dann war mein Alchemistengebräu auf mein Capture ein Erfolg ... als sicherlich mehr Glück als Verstand gehabt ... aber ich verstehe nicht, warum diese Deinterlace-Reihenschaltung zur Verbesserung führt ... irgendwo hatte ich von Scharfi immer wieder gelesen, dass Deinterlacen eine Kunst für sich ist und ein weites Feld zusätzlich ...
@grua: Danke für die Hilfestellung, werde mir mal das Durchlesen.
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