Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Suche allgemeine Linux-Dokumentationen
DerEineRing
15. March 2005, 19:16
Hi,
ich bin auf der Suche nach allgemeinen Dokumentationen zum Thema Linux. Ich habe mir schon die Linuxfibel angesehen, fand die Seite aber für einen Einsteiger nicht sonderlich gut. Der Autor setzt für meinen Geschmack schon am Anfang zu viel auf Texteingaben, wo es doch für einen Einsteiger günstiger wäre die vom Windows gewohnte "Optik" zu nutzen.
Ich meine auch nicht die in jeder Distribution eingebundene Dokumentation, die bezieht sich ja allgemein nur auf die eine Distri.
Kennt da einer was?
LigH
15. March 2005, 20:01
Such mal nach "SelfLinux" (angelehnt an SelfHTML).
rasta21
16. March 2005, 03:09
Der Autor setzt für meinen Geschmack schon am Anfang zu viel auf Texteingaben
...konsole ist besser...bugfreier...schneller...nicht alles was man in windows gelernt hat kann man wirklich brauchen bzw taugt etwas.
...so long
http://de.wikibooks.org/wiki/Linux-Kompendium
http://www.uni-tuebingen.de/zdv/zriinfo/linux/books/books.html
http://www.linuxnetmag.com/de/
http://debiananwenderhandbuch.de/
LigH
16. March 2005, 12:18
Linux ist ein System, das von vorn herein auf klar abgegrenzte Zuständigkeiten setzt, um Sicherheit zu gewährleisten. Schon die Verwendung eines XWindows-Systems ist ein gewisses Sicherheitsrisiko (schon angefangen bei unbedachten Klicks). Viele wirklich sicherheitsrelevante Tätigkeiten konnten lange Zeit nur an der Konsole durchgeführt werden, oder sind nur da sinnvoll einzusetzen. Moderne Distributionen weichen das mittlerweile immer mehr auf, und bieten GUI-Konfiguration auch für riskantere Optionen des Systems an. Hier sollte man sich aber immer die Regel vor Augen halten:
Der Administrator ist nicht der, der alle Rechte hat.
Er ist der, der sich alle Rechte verschaffen kann.
Und er ist der, der sich alle Rechte entziehen kann!
Hinter den Begriffen "verschaffen" und "entziehen" liegt viel Weisheit: Wer sein System unsicher gemacht hat, ist selbst dran schuld. Und wer es so sicher gemacht hat, dass er sich selber nicht mehr anmelden kann, auch!
DerEineRing
16. March 2005, 18:30
Ich akzeptiere ja alle Argumente für die Konsole, nur bin ich eben mit grafischen Anbwendungen groß geworden. Ich habe nie unter DOS gearbeitet und null Schimmer von Kommandozeilenprogrammen, daher fällt es mir schwer damit den Einstieg unter Linux zu machen.
Daher mal folgende Frage: Ist es überhaupt möglich, die Möglichkeiten von Linux, in meinem Falle wird's wohl auf Suse hinaus laufen, auch richtig auszunutzen ohne Konsole, nur mit grafischen Oberflächen?
Ich habe in Verbindung mit Linux schon oft die Begriffe "Shell" und "Bash", "X-Window-Konsole" sowie "virtuelle Konsole" gelesen. Nur einmal zu Verständnis: Die Bash ist eine Art Eingabeaufforderung, um schnell Befehle einzutippen. Die virtuelle Konsole ist die grafische Oberfläche. Mit X-Windows kann ich leider nichts anfangen.
LigH
16. March 2005, 18:48
XWindows ist der Manager, der überhaupt erst GUIs im Allgemeinen und verschiedene nebeneinander operierende Programme mit Grafikausgabe zuläßt. XWindows steuert allgemein, wie die Ausgabe von Programmen auf den grafischen Bildschirm kommt. Dabei muss die Ausgabe eines Programmes nicht auf dem Rechner erscheinen, auf dem das Programm arbeitet.
Linux braucht kein XWindows - es ist (wie Windows 3.x) ein "netter Zusatz". Mehrere Programme nebeneinander würden auch problemlos an einer oder mehreren Konsolen laufen, sowie im Hintergrund und als "Dämonen" (vergleichbar mit "Diensten").
Für XWindows gibt es verschiedene Window-Manager, die das Verhalten der Fenster und das Aussehen der Bedienelemente steuern; am bekanntesten sind wohl KDE (recht Windows-ähnlich) und Gnome (etwas Mac-ähnlicher), andere (wie IceWM oder BlackBox) sind etwas außergewöhnlicher, dafür vielleicht Ressourcen schonender.
Eine virtuelle Konsole erscheint innerhalb eines XWindows-Fensters. Die "echte" Konsole anstatt. Viele Linux-Distributionen erlauben das Umschalten zwischen Konsolen und XWindows-Oberflächen durch [Strg]+[Alt]+[F1..F4] für Konsolen und [Strg]+[Alt]+[F6..?] (Bereiche ohne Gewähr!) für XWindows.
Shells wie "bash" (Bourne-Again Shell), Korn-Shell oder C-Shell sind Kommandointerpreter, vergleichbar mit CMD.EXE / COMMAND.COM unter Windows/DOS.
rasta21
16. March 2005, 21:56
...xwindows hat übrirgends garnichts mit linux zu tun...es gibt auch kommerzielle versionen und die laufen auch überall (also auch windows)....xwindows ist also eine architektur
LigH
16. March 2005, 22:05
Stimmt - so lassen sich z.B. auch Programme, die unter Linux (z.B. über Netzwerk) oder entsprechender Compilierungsumgebung laufen, unter MS Windows in ein Fenster einblenden, wenn da ein XWindows-Server aktiv ist.
Gleitz
16. March 2005, 22:13
Gewöhne dich an die Shell. Die ist verdammt mächtig und befreit dich aus den Zwängen der GUI.
Eine GUI ist nichts anderes als eine Sammlung von vordefinierten Befehlen mit einem hübschen Knopf oben drauf. Mit der Shell lassen sich einzelne Kommandos über Pipes usw. zu einem verdammt mächtigen Prozess vereinen und bis absolut frei von allen Zwängen.
Mit etwas Einarbeitung bist du auf der Shell sehr, sehr viel schneller als mit der Maus. Gerade wenn es darum geht Dateien zu sortieren, verschieben, kopieren, suchen usw.
rasta21
16. March 2005, 22:41
...am anfang musst du dir noch ein paar befehle notieren z.b. das auspacken von dateien...nach einiger zeit machst das von alleine und kombinierst wie michael das sagt alles...also entpacken...compilieren...starten usw
...klar kannst du das auch mit gui machen...was wohl alle mal im sinn hatten...hab seit dos auch nicht viel commandline gemacht...aber irgendwann merkst du halt das gui umständlicher ist
DerEineRing
17. March 2005, 16:28
ok, so ungefähr habe ich das glaube ich verstanden. Die Shell ist eine Art Gegenstück zu DOS. XWindows und KDE (o.ä.) eine Art Desktop und die virtuelle Konsole ein Art Eingabeaufforderung die ich z. B. im KDE öffnen kann und mit der ich die gleichen Befehle eintippen kann wie in der Shell.
vBulletin® v3.7.3, Copyright ©2000-2009, Jelsoft Enterprises Ltd.