Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : CoLinux
DerEineRing
8. March 2005, 20:44
Hi,
hat sich schon einmal jemand mit CoLinux befasst? Der Beschreibung einer Bekannten nach soll es wie eine Anwendung unter Windows laufen und sich normal wie jedes andere Windows-Programm öffnen lassen. Was ist denn mit dem Linux alles möglich, kann es gar eine vollständige Distribution ersetzen?
CoLinux ist, wenn ich recht verstanden habe, ein Linux-Kernel, der als Dienst unter Windows läuft. Linux läuft damit als virtuelles System innerhalb von Windows, in eigenen Windows-Fenstern.
Zum Kennenlernen mag das durchaus brauchbar sein. Aber die wichtigsten Vorteile (insbesondere die Sicherheit - die vor allem bei einem eigenen Dateisystem beginnen würde - und die überlegenen Netzwerk-Routinen) kommen da gar nicht zur Geltung. "Ersetzen" könnte es ein selbstständiges System also in dieser Hinsicht sicher nicht.
DerEineRing
11. March 2005, 12:37
Weißt du ob CoLinux eine eigene Distribution darstellt oder ob man auf diese Weise verschiedene Distris wie Suse unter Windows laufen lassen kann?
ac-chan
11. March 2005, 12:42
CoLinux ist ein patch für den Kernel. Damit sollte es eigentlich möglichsein jede distro zu verwenden. Auf den seiten von CoLinux sollen wohl schon einige vorgefertige Distros liegen(z.b. Debian).
Ansonsten lese dich doch einwenig ein.
http://www.colinux.org/
DerEineRing
31. March 2005, 23:03
Wäre es mit CoLinux nicht theoretisch möglich, das Linux als eine Art Server für die Internetverbindung zu nutzen, also zwischen www und good old Windows zu schalten wegen Viren und so?
LigH
31. March 2005, 23:23
Nein. CoLinux läuft ja innerhalb von Windows. Was du in Linux als Daten aus dem Internet bekommst, muss also erst mal durch Windows durch. Und viele Schädlinge greifen Windows schon an, ohne dass ein Browser laufen muss - die Windows-Dienste reagieren schon auf so manche böswillige Nachricht.
ac-chan
31. March 2005, 23:28
Unter Linkx gibt es möglichkeiten ein weiteres Linux als UML laufen zu lassen. Für die Netzwerke lassen sich dann Brigdes schalten, die die Daten direkt an das UML Linux weiterleiten. Ob und wie das unter Windows Funktioniert, Kann ich aber nicht sagen.
DerEineRing
1. April 2005, 10:23
OK, war ja nur eine Idee.
Passt jetzt nicht zum Thema CoLinux, aber ich poste das hier trotzdem mal, ich möchte keinen zusätzlichen Thread eröffnen. Wäre es theoretisch möglich, aus einer Live-CD, z. B. Kanotix eine virtuelle CD zu machen und diese z. B. mit VirtualPC 2004 zeitgleich mit Windows laufen zu lassen, um so den o. g. Effekt, also Linux für die Internetverbindung vor Windows als quasi-Firewall zu schalten?
Muss ja nicht das teure VPC04 sein, vielleicht gibts Freeware-Alternativen.
Selur
1. April 2005, 10:49
Nö, dass sinnigste wäre es wahrscheinlich sich einfach einen alten Rechner zu schnappen und da Linux als Router und/oder Firewall drauf zu packen,...
Cu Selur
ps.: oder in die andere Richtung gehen: unter Linux Windows em-/simulieren
ac-chan
1. April 2005, 15:01
Schau dich mal im netz nach simulatoren wie bochs oder Linux sim-Layern wie Cygwin. Vielleicht reicht dir ja auch von Windows das Unix for Windows Paket zu besorgen(POSIX erweiterung) und dann kannst du auch schon vieles wie unter Linux/Unix machen. Da wir nicht enaue wissen was du mit dem Linux vorhast können wir dir auch nicht wirklich weiterhelfen oder empfehlungen abgeben.
Selur
1. April 2005, 15:37
so wie ich ihn verstanden hab will er nicht Linux sondern nur die Virenresistenz von Linux gegenüber Windowsviren.
Cu Selur
Man kann zwar ein Linux als Firewall und Paketfilter verwenden (in der c't stand, wie man das mit "ipcops" tun kann). Aber man kann damit nie völlig verhindern, dass nicht doch mal etwas bösartiges bis ins dahinter liegende Windows durchdringt.
Monk
18. April 2005, 21:28
Ich möchte nochmal auf CYGWIN zurückkommen. Läßt sich mit diesem Programm jede Linux-Anwendung nutzen oder gibt es Beschränkungen. Des weiteren noch die Frage nach den graphischen Oberflächen. Werden die zwingend benötigt oder reicht für die meisten Programme die normale Konsole? Als letztes wäre noch interessant, wie verhält sich cygwin arbeitsspeichertechnisch?
ac-chan
18. April 2005, 21:40
Auf den Seiten von Cygwin, kann man sich schon eine Menge fertig compilierte Linux Programme runterladen. Mit dem Kompilieren aus Linux sourcen kan es probleme geben. Auf der cygwin seite war aber eine doku, die erklärt welche bibliotheken man Austauschen oder ergänzen muss.
Mit dem Artbeitsspeicher habe ich von noch keinen engpässen gehört. Da das meiste 1:1 weitergereicht werden kann.
Monk
18. April 2005, 21:49
@ac-chan
Danke für Deine schnelle Antwort. Ich habe mich schon ein wenig auf der Original-Seite herumgetrieben, die deutsche Seite scheint noch keine Betreuer zu haben. Außerdem habe ich mir schon ein paar deutsche Tutos heruntergeladen.
Aber das ist genau das, was ich gesucht habe. Jetzt kann ich endlich die paar Linux-Proggis, die ich eigentlich immer nutzen wollte, auf meinem Windows-System nutzen. :D
Mal ne blöde Frage: Aber ist es nicht so, wenn ich KDE draufhabe, daß der Arbeitsspeicher dann zwei graphische Oberflächen (Windows / Linux-KDE) verarbeiten muß, wird das wirklich direkt durchgereicht? Wer ja genial, wenn es so wäre. Außerdem habe ich auf der Cygwin-Homepage gesehen, daß die das Red-Hat-rpm system und das Debian-dpkg-System anbieten. Wäre es empfehlendwert eins von diesen Systemen zu installieren? Oder würde der erfahrene User davon abraten. :D
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