Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Debian für Anfänger?
tedgo
7. March 2005, 23:33
Ich spiele schon eine ganze Zeit mit dem Gedanken, endlich einmal eine Linux-Distribution aufzuspielen und mich langfristig damit zu beschäftigen.
Nach dem ich im letzten Jahr einige Live-CDs angeschaut und schon mal diverse Distros (SuSe, Mandrake, Fedora, Simply Mepis) kurzzeitig installiert hatte, um sie im "regulären" Betrieb anzuschauen, wollte ich mich auch mal an Debian heranmachen, da diese Distro wohl allgemein als hervorragend gilt.
Denn die vorgenannten hatten alle (bis auf Suse, das aber etwas veraltete Programme inne hatte) so ihre Macken.
Allerdings kam ich damals mit der Installation nicht zurecht. Ich weiß nicht, was falsch lief, aber ich konnte nach der Installation (die möglicherweise nicht komplett war?) weder auf Debian noch auf Windows zugreifen! Also entschied ich mich für eine (ohnehin wieder mal fällige) Neuinstallation von WindowsXP und verzichtete erstmal auf Linux.
Jetzt möchte ich es aber doch wieder riskieren, möchte aber gerne mal wissen, ob es nicht eine einfachere Methode gibt, sich Debian zuzulegen. Denn eine erneute Neuinstallation meines Windows-Systems möchte ich lieber vermeiden :D (obwohl ich immer noch nicht weiß, ob mein Systemcrash wirklich am missglückten Debian-Installationsversuch lag).
Bei Distrowatch heißt es ja, dass einige Distros auf Debian basieren (z. B. Ubuntu oder Kanotix).
Also würde ich gerne mal wissen, ob es nicht möglich ist, eine dieser Distros aufzuspielen (wegen der Installationsroutine) und anschließend ein Upgrade auf ein "echtes" Debian auszuführen?
Geht sowas?
Oder gibt es irgendwo im Netz eine idiotensicherere Installationsanleitung für Debian als auf der Debian-Seite (am Besten mit vielen bunten Bildchen, statt Text, von dem ich dank fehlender Linux-Kenntnisse nur die Hälfte verstehe ;) )?
zisoft
8. March 2005, 08:23
Wenn Du Dich wirklich intensiv damit beschäftigen willst, solltest Du auch mal einen Blick auf Gentoo Linux (http://www.gentoo.org) werfen. Da hast Du die Wahl zwischen verschiedenen Installationsformen. Im Idealfall wird Dein komplettes System speziell für Deine Hardware maßgeschneidert compiliert (Bootstrap). Das erfordert zwar einen höheren Lernaufwand, aber die Dokumentation (auch in Deutsch) begleitet Dich sehr ausführlich Schritt für Schritt.
Was dann am Ende herauskommt, ist ein Linux, dass optimal für Deine Hardware passt. Die Installation neuer Pakete ist extrem einfach und das Aktualisieren des Systems geht mit einem einzigen Befehl. Damit hältst Du Dein System immer auf dem neuesten Stand. Der Gentoo Paket-Manager (Portage) kümmert sich automatisch um Abhängigkeiten zwischen Paketen und installiert ggf. weitere Pakete, sofern dies nötig ist.
Dadurch, dass man alles von Grund auf neu zusammenbaut, kennt man sich anschließend sehr gut im System aus, weiss genau, wo was konfiguriert wird usw.
Es lohnt sich!
Nach dem ich im letzten Jahr einige Live-CDs angeschaut und schon mal diverse Distros (SuSe, Mandrake, Fedora, Simply Mepis) kurzzeitig installiert hatte, um sie im "regulären" Betrieb anzuschauen, wollte ich mich auch mal an Debian heranmachen, da diese Distro wohl allgemein als hervorragend gilt.
Ich würde Dir raten, bspw. SuSE mal längerfristig (> 1 Jahr) zu verwenden, nicht nur anschauen :D
Ich hab damals, 1998, mir SuSE 6.0 zugelegt und bin bis zur 9.1er mitgegangen. Sehr einsteigerfreundlich... Hat natürlich so seine Macken, ich erinnere da nur mal an das USB-Dilemma der 9.1er, denke aber, dass man mit SuSE gut lernen kann.
Ansonsten kann ich Dir den "Kofler" (http://www.kofler.cc/linux7.html) ans Herz legen, das Buch ist sein Geld wert :)
ac-chan
8. March 2005, 09:54
Im Moment kann ich Debian keinem neueinsteiger empfehlen. Es nutzt in der stiblen Version veraltete Software. In den testing und unstable sind zwar neuere Programme, aber die Sicherheit ist geringer. Das sich das in naher Zukunft ändert ist unwarscheinlich, weil die schon seit drei Jahren an der nächsten Version arbeiten ohne da wirklich weiter zu kommen. Probiere es lieber mit einer anderen Distro. Da du nach eigener Aussage nur begrenzt englisch kannst, solltest du dabei bei einer der größeren bleiben.
tedgo
8. March 2005, 11:22
@zisoft
Muss ich bei Gentoo nicht alles selbst kompileren? Davon habe ich leider (noch) keine Ahnung, aber ich werde es mir mal anschauen.
PS: Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, das so installierte und konfigurierte Gentoo-Linux für eine etwaige Neuinstallation zu sichern, damit man es einfach wieder aufspielen kann, oder muss man dann wieder ganz von vorn beginnen?
EDIT:
Super, ich bin gerade dabei, das Gentoo-Handbuch zu lesen. Die haben ja richtig Humor :) . Gefällt mir.
@SFL
SuSe finde ich deshalb nicht so prickelnd, weil es wohl (angeblich) keine Upgrades oder zukünftige Unterstützung durch Novell geben wird. Wo bekäme ich dann meine Updates her?
Allerdings muss ich sagen, dass mir SuSe ganz gut gefallen hat: Es war die einzige Distro, bei der gleich nach der Installation alles gepasst und funktioniert hat (bis auf die Bildfrequenz meines Monitors, die ich von Hand setzen musste, weil SuSe unbedingt 45Hz einstellen wollte, was mein Monitor gar nicht unterstützt...)
@ac-chan
Ach, an meinen Englisch-Kenntnissen hapert es eigentlich nicht so sehr, nur an meinen Linux-Kenntnissen :)
@alle
Vielleicht habt ihr ja einen speziellen Tipp für mich, wenn ich euch sage, was ich von der Linux-Distro erwarte:
1. Ich möchte eigentlich keine vollständige Linux-Distro mit lauter Programmen, die ich gar nicht brauche. Ich möchte also meine Distro praktisch selbst zusammenstellen, voll auf meine Bedürfnisse abstimmen und dann auch für eine evtl. spätere Neuinstallation oder Installation auf einem Zweitsystem sichern können (das wäre mein Ideal, muss aber für den Anfang nicht sein).
2. Nutzen möchte ich Linux vor allem für Video/Audio-Bearbeitung/Wiedergabe (so als eine Art MediaCenter)
3. Ein gutes Office-Paket wäre auch nicht schlecht.
4. Bildbearbeitung.
5. Mit Linux möchte ich natürlich auch (über Modem) ins Internet. Dafür dachte ich an ein aktuelles Firefox und ein passendes Mailprogramm.
6. Natürlich muss ich von Linux auf WindowsXP (NTFS) zugreifen können.
7. Selbstverständlich erwarte ich Zuverlässigkeit und Stabilität.
Gerade das hatte ich bei den getesteten Linux-Distros (eben bis auf SuSe) nach der Installation vermisst (so stürzten unvermittelt Programme ab oder funktionierten erst gar nicht, Sound war verkratzt oder gar nicht vorhanden).
8. Es wäre schön, wenn das System nach der Installation ohne tagelange Konfiguration läuft ;)
9. Eine Update-Funktion bzw. eine einfache Updatemöglichkeit wäre nicht schlecht.
Dann noch mal grundsätzliche Fragen:
a) Gilt Linux nun eigentlich als das sicherere Betriebssystem weil es vom Code her "sauberer und sicherer" ist, oder einfach nur, weil sich wegen der noch nicht so generösen Verbreitung bisher nur Wenige die Mühe machen, hierfür Viren und sonstiges "Ungeziefer" zu schreiben?
b) Ich habe mal irgendwo gelesen, Linux sei grundsätzlich schneller als Windows. Gilt das nur, wenn man keinen Window Manager (KDE/GNOME) benutzt oder generell? Oder ist das am Ende doch nur Zweckoptimismus?
c) Es gibt ja eine Menge Skins/Themes für Windows. Wo finde ich sowas eigentlich für Linux? Denn die Standard-Oberflächen finde ich ästhetisch etwas eigenwillig (ist halt 'ne Geschmacksfrage).
ac-chan
8. March 2005, 11:48
@zisoft
Muss ich bei Gentoo nicht alles selbst kompileren? Davon habe ich leider (noch) keine Ahnung, aber ich werde es mir mal anschauen.
Ja. Aber das sind vorgefährtigte pakete soweit ich weiss. Ausserdem wirst immer bei jeder Distro füher oder spähter (und bei deinen wünschen()Audio Video), eher eher selbst was compilieren.
@SFL
SuSe finde ich deshalb nicht so prickelnd, weil es wohl (angeblich) keine Upgrades oder zukünftige Unterstützung durch Novell geben wird. Wo bekäme ich dann meine Updates her?
Wo hasst du das her?
@ac-chan
Ach, an meinen Englisch-Kenntnissen hapert es eigentlich nicht so sehr, nur an meinen Linux-Kenntnissen :)
Brauchst keine Linuxkenntnisse. Du brauchst kenntnise von deiner Distro und die bekommst du bei allen grösseren in form von Handbüchern und HOWTOs.
@alle
Vielleicht habt ihr ja einen speziellen Tipp für mich, wenn ich euch sage, was ich von der Linux-Distro erwarte:
1. Ich möchte eigentlich keine vollständige Linux-Distro mit lauter Programmen, die ich gar nicht brauche. Ich möchte also meine Distro praktisch selbst zusammenstellen und voll auf meine Bedürfnisse abstimmen können (das wäre mein Ideal, muss aber für den Anfang nicht sein).
Linux from scraptch lesen und abarbeiten.
2. Nutzen möchte ich Linux vor allem für Video/Audio-Bearbeitung/Wiedergabe (so als eine Art MediaCenter)
das wird ein etwas ausgedehnter besuch bei sf.net, mplayerhq.hu, xine.???,videolan.org und noch ein paar anderen orten. Da wirst du auch öffter mal was selber compilieren müssen(für css unterstützung z.b.)
3. Ein gutes Office-Paket wäre auch nicht schlecht.
Openoffice, KOffice, ... da gibts genug von.
4. Bildbearbeitung.
Gimp, imagemagic, InkScape(SVG), ... da gibt es auch ne menge von.
5. Mit Linux möchte ich natürlich auch (über Modem) ins Internet. Dafür dachte ich an ein aktuelles Firefox und ein passendes Mailprogramm.
da hast du recht. Aber bei den Mailprogrammen gibt es eine auswahl, die ihres gleichen sucht(kein wunder, kommt die email ja aus der Unix welt). vergiss nicht dir auch lynx zu installieren, denn man braucht oft was von irgentwelchen HP wenn mal die graphische Oberfläche nicht will.
6. Natürlich muss ich von Linux auf WindowsXP (NTFS) zugreifen können.
Auf NTFS zugreifen ist bisher nur bedingt möglich(besonders schreiben). Lege ir lieber eine Partition mit fat32 für den austausch an.
7. Selbstverständlich erwarte ich Zuverlässigkeit und Stabilität.
Gerade das hatte ich bei den getesteten Linux-Distros (eben bis auf SuSe) nach der Installation vermisst (so stürzten unvermittelt Programme ab oder funktionierten erst gar nicht, Sound war verkratzt oder gar nicht vorhanden).
Da ist oft noch nachstellen und feineinstellungen nötig. Das ist aber eigentlich immer so. Hängt oft damit zusammen das die Hardware falsch erkannt wurde.
8. Es wäre schön, wenn das System nach der Installation ohne tagelange Konfiguration läuft ;)
So ein OS gibt es nicht. Selbst für Windows, was ja angeblich immer sofort läuft, brauche ich eine Woche um alles Einzustellen.
9. Eine Update-Funktion bzw. eine einfache Updatemöglichkeit wäre icht schlecht.
Hat jede Distro. Leider auch jede ne andere. Mal ist es RPM, dann deb oder irgentwas anderes. Sie können alle das system up to date halten, auch automatisch. Allerding würde ich das immer manuell machen, besonders ab dem moment wo du selbst was compiliert hast. Und wenn es ist, damit du weisst das du eine abhängigkeit aktuealisieren musst.
Dann noch mal grundsätzliche Fragen:
a) Gilt Linux nun eigentlich als das sicherere Betriebssystem weil es vom Code her "sauberer und sicherer" ist, oder einfach nur, weil sich wegen der noch nicht so generösen Verbreitung bisher nur Wenige die Mühe machen, hierfür Viren und sonstiges "Ungeziefer" zu schreiben?
Linux und sauber Programmiert? :ani_lol: Der ist gut.
Aber im ernst, ein system ist so sicher wie man es macht und vorallem hält.
b) Ich habe mal irgendwo gelesen, Linux sei grundsätzlich schneller als Windows. Gilt das nur, wenn man keinen Window Manager (KDE/GNOME) benutzt oder generell? Oder ist das am Ende doch nur Zweckoptimismus?
Nicht ist generell, sondern immer relativ(hat son Patentsamt angestellter im letzten Jahrtausend zumindest behauptet). Du kannst selbst ein dual Pentium mit 4GHz mit Linux ausbremsen. Das hängt immer alles davon ab wie recheniuntensiv die programme sind die laufen. Und das sind unter allen aktuellen OS SEHR, SHER viele. Auch hier heisst es ausprobieren und nacheinstellen.
c) Es gibt ja eine Menge Skins/Themes für Windows. Wo finde ich sowas eigentlich für Linux? Denn die Standard-Oberflächen finde ich ästhetisch etwas eigenwillig (ist halt 'ne Geschmacksfrage).
Die Standard-Oberfläche gibt es nicht. Falls du auf Gnome und KDE anspielst, die unterstützen Thems/skins und auf den Projectseiten findest du auch eine große auswahl und linklisten. Aber du kannst es ja auch mit einem anderen WindowMangaer versuchen(->http://xwinman.org/index.html). Ich nutze IceWM.
@SFL
SuSe finde ich deshalb nicht so prickelnd, weil es wohl (angeblich) keine Upgrades oder zukünftige Unterstützung durch Novell geben wird. Wo bekäme ich dann meine Updates her?
Wäre mir neu, dass Novell SuSE aufgibt - zumal es keinen Sinn machen würde... Denke, da kannst du beruhigt sein. Was die Updates angeht: Updates werden immer nur für die gleiche Version einer Software angeboten. Nehmen wir als Beispiel KDE: KDE 3.3 ist bei der SuSE 9.2er dabei... Updates werden dann nur für KDe 3.3 angeboten, KDE 3.4 bekommst Du über die Updates (konkret: über YOU) nicht. Dennoch werden neuere Versionen am FTP Server (besser: Mirror!) angeboten, die dann einfach über YaSt eingespielt werden.
Dann noch mal grundsätzliche Fragen:
a) Gilt Linux nun eigentlich als das sicherere Betriebssystem weil es vom Code her "sauberer und sicherer" ist, oder einfach nur, weil sich wegen der noch nicht so generösen Verbreitung bisher nur Wenige die Mühe machen, hierfür Viren und sonstiges "Ungeziefer" zu schreiben?Nachdem der Quellcode jedem zugänglich ist, könnte man meinen, dass das System dadurch sicherer wird. Jetzt verfügt natürlich nicht jeder Programmierer über die notwendigen Qualifikationen, so etwas auch zu tun... Viren gibt es "in the wild" meines Wissens nach nicht... die hättens aufgrund der Systemarchitektur aber auch schwerer.
b) Ich habe mal irgendwo gelesen, Linux sei grundsätzlich schneller als Windows. Gilt das nur, wenn man keinen Window Manager (KDE/GNOME) benutzt oder generell? Oder ist das am Ende doch nur Zweckoptimismus?Hmmm... KDE oder Gnome wollen heute schon gerne 512MB RAM und 1GHz wären sicher auch nett.
c) Es gibt ja eine Menge Skins/Themes für Windows. Wo finde ich sowas eigentlich für Linux? Denn die Standard-Oberflächen finde ich ästhetisch etwas eigenwillig (ist halt 'ne Geschmacksfrage).Für KDE findest Du viele unter www.kde-look.org , für Gnome unter www.gnome-look.org
Ob Du jetzt KDE oder Gnome verwendest ist ungefähr so wie die Frage "Mercedes oder BMW?" Schau Dir beide an (Du kannst beide gleichzeitig installiert haben und KDE Programme auch unter Gnome ausführen (und vice versa)) und entscheide Dich dann, welches der beiden Dir persönlich am meisten zusagt.
tedgo
8. March 2005, 12:18
@ac-chan
Das Nowll keine Updates mehr für SuSe zur Verfügung stellen würde habe ich gestern erst in irgendweinem Linux-Forum gelesen. Leider weiß Ich nicht mehr wo. Ich hatte nach "Vorteile Linux" gegoogelt und etliche Seiten angeschaut.
Aber die Antworten darauf deuteten auf das selbe hin.
Auch wurde immer davon gesprochen, dass man angeblich nicht von z. B. 9.1 auf die Pakete von 9.2 upgraden könnte und in den Update-Paketen für 9.1 auch immer nur die gleichen Versionen zu finden seien (das habe ich aber schon in mehreren Foren gelesen).
Mit auf "NTFS zugreifen" meinte ich nur lesen, nicht schreiben. Das konnten einige der getesteten Distros nicht. Ist mir aber wichtig, weil ich vorerst noch nicht ganz auf XP verzichten möchte.
Dass es die von dir genannten Programme gibt, weiß ich schon. Ich habe auch schon konkrete Vorstellungen, welche ich benutzen möchte.
Mir ging es nur darum, dass es vielleicht eine Linux-Distro gibt, die das hat, was ich suche und keinen überflüssigen Schnickschnack (den kann ich mir nach und nach besorgen, wenn ich ihn brauche).
Obwohl es doch eigentlich kein Problem sein dürfte, bei den Linux-Distros den überflüssigen Kram zu deinstallieren oder gar nicht erst zu installieren (wenn man in der hoffentlich vorhandenen Installationsroutine die Wahl hat), oder?
Dass ein bisschen Feinarbeit nach der Installation nötig ist, ist mir natürlich klar. Nur hat Windows da gewisse Vorteile (zumindest gegenüber der bisher getesteten Distros). Denn das hat nach der Installation am ersten Tag funktioniert.
Natürlich auch nur, weil ich da genau weiß, was wo und wie zu konfigurieren ist...
Die Update-Pakete sind doch (wenn es sich um RPM-Pakete handelt) sicher austauschbar, oder? Ich habe nur mal gehört, dass es wohl Inkompatibilitäten zwischen SuSe und anderen RPMs geben soll. Aber das lässt sich sicher auch irgendwie bewerkstelligen (Hoppla, bin ich optimistisch ;) )
Dass Linux sauberer programmiert sein soll, hört und liest man immer wieder, wenn von Vorteilen von Linux gegenüber Windows geredet wird.
Reden sich die eingefleischten Linuxianer das also nur ein, aha, hatte ich schon immer vermutet...
Mit den Standard-Oberflächen meinte ich das standardmäßige Aussehen von Gnome oder KDE nach der Installation. Dass es auch noch andere Window Manager gibt, weiß ich natürlich, aber ich finde KDE ganz gut, weil es den Umstieg von Windows auf Linux zumindest optisch etwas einfacher macht.
Wenn Du meine aufgezählten Punkte mal so durchliest, welche Distro würdest Du mir dann derzeit empfehlen? Natürlich soll diese möglichst mit dem aktuellsten Kernel ausgestattet sein.
ac-chan
8. March 2005, 12:29
Das grösste Problem sind die sogenannten Paketmanager. Die sollen zwar angeblich die abhängikeiten richtiglösen, das ist aber bestenfalls bei der installation so. Beim wieder entfernen hauen sie entweder zuviel weg oder nur ein einzge Paket(womit manchmal noch nicht mal das eigentliche Programm von der Platte ist). Ansonsten ist es so, das alle Distributionen eher wenig Multimedia Auswahl haben(auch wenn man das angesichts der Paketanzahl in dem Bereich nicht glauben mag). Wirklich empfehlen kann ich dir keine distro. wenn du lieber eine deutsche umgebung magst nehm SUSE, wenn du mehr über die inerein von Linux lernen magst nehm gentoo oder notfalls debian.
Noch ein tip für den umstieg. Mach dir am besten eine umgebung die sowenig wie möglich mit deiner alten zu tun hat, also windows. Du wirst dich sonst immer nur ärgern das irgent eine kleinigkeit doch anders ist, obwohl sie doch genuso ausseiht und/oder genau das selbe machen soll. Ausserdem wirst du dann dazu gezwungen dich wirkjlich mit der neuen umgebung zu beschäftigen. Das reduziert die einarbeitungszeit.
zisoft
8. March 2005, 12:33
Wenn Du meine aufgezählten Punkte mal so durchliest, welche Distro würdest Du mir dann derzeit empfehlen? Natürlich soll diese möglichst mit dem aktuellsten Kernel ausgestattet sein.
Kann nur noch mal meine Gentoo-Empfehlung wiederholen, da bist Du immer auf dem aktuellsten Stand, da Du alle Pakete selbst kompilierst und nicht auf das Erscheinen von vorkompilierten Binaries angewiesen bist.
Auch wenn sich das jetzt kompliziert anhören mag, das Kompilieren von Paketen unter Gentoo ist extrem einfach. Wenn Du z.B. den Mozilla Firefox installieren willst, führst Du einfach ein
emerge mozilla-firefox
aus, der Paketmanager Portage kümmert sich dann um den Rest, d.h. die Firefox Sourcen werden heruntergeladen, Abhängigkeiten überprüft, ggf. weitere abhängige Pakete heruntergeladen und alles wird kompiliert und installiert. Die Deinstallation von Paketen ist genau so einfach, ebenfalls nur ein Aufruf.
Und wenn Du Dein gesamtes System, einschließlich aller installierten Pakete auf den neuesten Stand bringen willst, führst Du einfach ein
emerge --sync
aus, Gentoo besorgt den Rest für Dich.
tedgo
8. March 2005, 12:37
Danke für deine Antwort.
Vielleicht probiere ich wirklich mal Gentoo aus, Zeit habe ich ja genug ;)
Andererseits dürfte es ja wirklich kein Problem sein, irgendeine Distro zu wählen und an meine Bedürfnisse anzupassen.
Vielleicht nehme ich dann doch Simply Mepis, Ubuntu oder Kanotix und ändere diese Distro, bis sie zu mir passt.
ac-chan
8. March 2005, 12:39
Kann nur noch mal meine Gentoo-Empfehlung wiederholen, da bist Du immer auf dem aktuellsten Stand, da Du alle Pakete selbst kompilierst und nicht auf das Erscheinen von vorkompilierten Binaries angewiesen bist.
Es ist doch egal ob ich warten muss bis jemand ein Binary erstellt hat oder jemand ein script erzeugt hat, welches da compilieren bei mir auf dem PC ermöglicht. Ausserdem bieten auch alle anderen Distros an die Pakete die sie als binary anbieten als source zu downloaden und das du dann das selber compilierst. Auch liefern sie dir ein compilier script mit. Manchmal must du es selber anstossen und manchmal starten sie es von selbst.
zisoft
8. March 2005, 12:42
Ist mir schon klar, ich hab' das nur deshalb so ausführlich erwähnt, weil tedgo geschrieben hat, dass er sich das Selbstcompilieren von Paketen nicht so recht zutraut.
Selur
8. March 2005, 12:50
so als Einwurf:
Kumpel von mir schwört auf Ubuntu für Einsteiger :)
Cu Selur
tedgo
8. March 2005, 13:02
Ich sehe aber gerade auf distrowatch, dass auch Ubuntu keine Installationsroutine hat.
Wenn ich mit dem "Original"-Debian schon Probleme hatte, kann ich auch gleich dabei bleiben.
Ich glaube, ich brauche zur Installation einen "Deppentrainer", der mir dabei über die Schulter schaut :D
EDIT:
Ich habe mich jetzt auch mal nach SuSe 9.2 umgesehen. Das gibt es ja jetzt als DVD-Download für lau. Jetzt bin ich aber etwas verwirrt: Ich dachte SuSe kostet bis zu 90 €. Ist diese Downloadversion etwa zeitlich oder anderweitig begrenzt?
EDIT2:
Gibt es eine Möglichkeit ein grafisches Systemsteuerungstool (so etwas wie YAST) nachzurüsten? Das fand ich an SuSE nämlich gar nicht schlecht.
(Ich frage, weil ich mich ja eigentlich eher für debian oder gentoo, evtl auch für fedora interessiere)
bergi
8. March 2005, 15:05
Ich fand SuSe nie so richtig gut, hab mir aber die 6er Version und die 8er angetan. Nach einiger Zeit war mein System dann immer so weit, dass ich alle Packete selbst kompilieren musste, da ich das System zu sehr meinen Wünschen angepasst hatte und YAST da nicht mehr mitspielen wollte. Für'n Anfang kann man schon SuSe verwenden aber wenn man mal Erfahrung mit Linux hat wird man sich was anderes zulegen.
Debian unstable hab ich auf meinem Server laufen da die Grundinstallation nicht schlecht ist und man selbst per Hand viel anpassen kann (Kernel 2.6, Apache2, MySQL4, PHP5 und noch ein paar andere Server Dienste sind alle für meine Bedürfnisse angepasst kompiliert). Für Anfänger-Desktoprechner würd' ich es aber weniger empfehlen :nein:
Ein Freund hat auf allen seinen Linux Rechner Gentoo laufen und von einigen Programmieren wurde es mir auch schon empfohlen. Es soll auf für Einsteiger einfach zu installieren sein und ich glaub man muss nicht alles selbst kompilieren, es gibt auf Binary Packages (wenn der Rechner in der Nacht nicht laufen soll und man keine 4 Wochen Zeit hat ;) )
tedgo
8. March 2005, 16:10
Ja, ich lese mich gerade durch die Gentoo-Docs und glaube ich werde es damit probieren.
So'n bisschen Komfort kann man doch sicher nachrüsten (Stichwort grafische Systemsteuerungstools usw.)? Na mal sehen. Wenn ich das Handbuch durch habe, weiß ich mehr ;)
Selur
9. March 2005, 00:07
für die normale Systemsteuerungstools haste sobald Du kde installierst,...
Wüsste kein Tool was ne GUI für emerge darstellt.
Benutze zuhause auch (fast) nur Gentoo, man muss halt ein bissel aufpassen was man so installiert und deinstalliert, aber dank guter ebuilds klappts eigentlich ganz gut. Will man doch mal was bestimmtes umdingt per Hand compilieren&co muss man halt darauf achten, dass man durch spätere Installationen/Updates nicht irgendein Configfile verändert oder etwaige Abhängigkeiten killt.
Gentoo hat den Vorteil, dass man viel machen kann, jedoch auch den Nachteil, dass man viel kaputt machen kann. :)
Cu Selur
Ps.: Docs auf Gentoo.org sind definitiv empfehlenswert und ein Blick ins dortige Forum ist auch immer gut wenn mal was nicht geht.
fileman
9. March 2005, 03:36
Es soll auf für Einsteiger einfach zu installieren sein und ich glaub man muss nicht alles selbst kompilieren, es gibt auf Binary Packages (wenn der Rechner in der Nacht nicht laufen soll und man keine 4 Wochen Zeit hat ;) )
Das kann ich so nicht stehen lassen... de facto gibt es keine "Installation" im klassischen Sinne - man baut sich halt laut Anleitung sein Linux-System zusammen, die einzigen Hilfsmittel die man an die Hand bekommt sind ein paar Python-Programme zum Paket-Management (Stichwort portage, emerge), eine Infrastruktur für Source-Pakete mit Build-Anleitungen (den portage tree mit seinen ebuilds), die zugehörigen Mirrors auf denen die eigentlichen Sources liegen und schließlich recht gute Dokumentation die so ziemlich alles abdeckt auf was man in den ersten Monaten gentoo stößt ;)
Grundvoraussetzungen für die Auseinandersetzung für gentoo sind meiner Meinung nach:
- Viel Zeit zum Lesen
- Den WILLE zu LERNEN, und zwar so richtig, mit rumsuchen, lesen, noch mal rumsuchen, wieder lesen, mal im IRC channel fragen wenn man's absolut nicht kapiert, etc... Im Prinzip könnte man Linux (speziell in der Form in der man durch gentoo an Linux herantritt) auch "Lernsystem" statt "Betriebsystem" nennen ;)
- Breitband-Internet: gentoo ist keine Distribution in der man irgendwelche Versionsgrenzen hat, so wie z.B. SuSE 9.1 und SuSE 9.2, in denen sich dann was verändert. Jedes gentoo-System sieht völlig anders aus (klar, weil es 1000000 Dinge einzustellen gibt, und jeder sich da irgend was anderes einstellt, Stichwort use flags). Ein gentoo-System ist immer "im Fluss" und benötigt dazu auch einen stetigen Datenfluss. [ Anmerkung in diesem Zusammenhang: Es wird niemals einen Grund geben, das System "neu zu installieren" - a) weil's keine Installation gibt und b) wenn was kaputt ist sollte man herausfinden wie man's kaputt gemacht hat und es beheben. Neuinstallation wäre wie... ein Auto einschmelzen und komplett von 0 beginnen weil eine Radkappe nicht passte....]
- Viel Zeit und/oder Rechenleistung zum Compilieren (zur Orientierung: als ich auf meinem 1,5 GHz Pentium-M Notebook gentoo gebaut habe, habe ich das auf drei Tage verteilt. Erster Tag: Installationsanleitung befolgen bis zum Punkt bei dem das Skript bootstrap.sh ausgeführt wird... währenddessen kann man sich dann gemütlich mal im IRC umsehen oder "richtige" Doku z.B. zum portage system durchlesen, die HowTos sind zwar schön und gut, man lernt aber nix dabei. Nach zwei Stunden (wenn ich mich richtig erinnere) war der bootstrap durch, und ich kam zu "emerge system" - das ist ein Metapaket in dem ungefähr 60 Pakete (iirc) enthalten sind --> gute Nacht. Am nächsten Tag ging's dann also weiter, die wichtigsten Konfigurationsschritte kommen nachdem das system "emerged" ist. Für diese Konfigurationsschritte sollte man sich wirklich Zeit nehmen und alles ganz genau nachlesen. [Tipp: "ufed" (Use Flag EDitor) ("emerge ufed" und es ist drauf) ist ein brauchbares Tool um die use flags in der make.conf festzulegen, da sollte man wirklich für jedes einzelne use flag überlegen ob man es braucht oder nicht - das gesamte System wird später davon beeinflusst.]
Und schließlich vor'm Schlafen gehen ein paar größere Sachen wie das X window system und eine Desktop-Umgebung (KDE oder Gnome, falls man eine braucht) emergen. Am dritten Tag hat man dann ein "brauchbares" System, an dem natürlich noch beliebig viele _Wochen_ Konfigurationszeit verbracht werden können ;)
So, und wer jetzt bis hier gelesen hat, dem traue ich ja fast schon zu dass er mal einen Anlauf mit gentoo wagen könnte ;) Übrigens, in #gentoo.de (freenode) sind (meistens) nette Leute die einem kompetent weiterhelfen wenn man wirklich nicht mehr durchblickt oder auf Probleme trifft für die man keine Lösungen im Forum findet, für blutige Anfänger gibts auch noch #gentoo-anfaenger. Allerdings muss ich vorwarnen, die Leute werden auch ganz schnell garstig wenn sie merken dass man nur zu faul ist zum Lesen... aber das kennt man ja auch hier aus'm Forum ;) ist im IRC nur noch eine Nummer ausgeprägter.
So, und jetzt noch eine kurze Begründung warum ich diesen langen Text geschrieben habe: Mir ist langweilig, weil ich nichts zu frickeln habe... das System läuft einfach, und zwar genau so wie ich das will.
EDIT:
Ich habe mich jetzt auch mal nach SuSe 9.2 umgesehen. Das gibt es ja jetzt als DVD-Download für lau. Jetzt bin ich aber etwas verwirrt: Ich dachte SuSe kostet bis zu 90 €. Ist diese Downloadversion etwa zeitlich oder anderweitig begrenzt?Kommerzielle Pakete und einige andere fehlen. Ein Blick wert ist sicher auch Mandrake.
Kommerzielle Pakete und einige andere fehlen. Ein Blick wert ist sicher auch Mandrake.
EDIT: na bitte, eine gute Nachricht: SuSE 9.3 kommt mit Desktop-Suche Beagle (http://derstandard.at/?url=/?id=1976127) :)
EDIT2: http://www.novell.com/de-de/products/linuxprofessional/preview/
tedgo
9. March 2005, 13:29
Aha, dann waren das also doch nur Gerüchte, die ich über Novell und SUSE gelesen habe. Es geht also weiter mit SUSE.
Aber wie ist das eigentlich? Wenn man die kostenlose 9.2er DVD installiert hat, kann man dann eigentlich auf eine zukünftige kostenlose 9.x upgraden oder muss man dann sein System komplett neu installieren und so die persönlichen Einstellungen und Programme verlieren?
Aber wie ist das eigentlich? Wenn man die kostenlose 9.2er DVD installiert hat, kann man dann eigentlich auf eine zukünftige kostenlose 9.x upgraden oder muss man dann sein System komplett neu installieren und so die persönlichen Einstellungen und Programme verlieren?
Ich kann mich jetzt nicht genau erinnern, da ich das selbst nie gemacht habe, aber ich glaube, dass es immer eine etwas günstigere "Update" Version gegeben hat. Die hat deine bestehende SuSE Version auf die neueste aktualisiert - was man so auf der SuSE Mailingliste und in Linux-Foren liest, empfiehlt es sich aber ganz und gar nicht.
Wenn Du die neuste Version brauchst, dann sicherst Du am besten Deine Einstellungen (bspw. /home auf CD/DVD brennen) und installierst neu.
Du kannst aber bspw. auf http://packman.links2linux.de/ viele aktualisierte Pakete für deine bestehende SuSE Version laden, ohne sie kompilieren zu müssen (hier sei mal gleich mplayer genannt, der fast alles abspielt, was es abzuspielen gibt). Da musst Du dann auch nicht die neueste SuSE Version haben...
tedgo
15. March 2005, 10:54
So, jetzt habe ich es gemeinsam mit einem Freund doch noch einmal mit Debian "Woody" probiert, wobei wir uns strikt an die Anleitung gehalten haben.
Aber sobald wir KDE installiert haben (mit "apt-get install kde kdm") bleibt der Bildschirm schwarz! Was lief da falsch?
Anschließend haben wir es mit Debian "Sarge" probiert. Das hat sogar im zweiten Anlauf funktioniert, allerdings kam gleich zu Beginn der Installation eine Fehlermeldung, dass kein Kernel gefunden wurde (?).
Jetzt habe ich die Kanotix 2005.1 Live-CD hier (basiert auf Debian "Sid"). Die gefällt mir schon ganz gut. Nur leider weiß ich nicht, wie ich die auf Festplatte installieren soll.
Zwar heißt es, mann solle die Installation mit dem Befehl "sudo kanotix-installer" starten, aber da tut sich nix (ich verstehe das doch richtig, dass ich den Befehl in die Konsole eingeben muss, oder?)
Sorry, wenn ich mich etwas dämlich anstelle, aber ich bin halt ein relativer Linux-Neuling und bisher gewohnt, dass mir komfortable Installationsroutinen (SUSE, Mandrake, Fedora) zur Verfügung stehen.
Gleitz
15. March 2005, 17:20
Der gravierende Unterschied zwischen der Lau und Löhnwäre von SuSE ist, das nur die Löhnwäre in der Lage ist eine zerschossene Installation wieder herzustellen.
Fange mit SuSE an. Die aktuelle Version ist für ca. 1 Jahr gut, bis diese nicht mehr gepflegt wird. Das sieht nur bei einer teuren Enterprise Version anders aus, die ca. 5-7 Jahre gepflegt wird.
Es macht es dir verdammt einfach Fuß zu fassen, auch wenn es dazu verleiten mag in der Klicki-Bunt-Welt zu verweilen und nicht in die mächtige Konsole zu gehen.
Das Empfohlene Buch "Linux" von Michael Kofler solltest du dir auf jedenfall zulegen. Was besseres für Einsteiger findest du nicht und später hast du immer noch eine hervorragende Referenz für Shell-Befehle und Shell Scripte.
Irgendwann wenn dir die SuSE Installation nicht mehr passt, fängst du von alleine ein die ersten Programme selber zu kompilen. Das geht mit etwas Übung und wenn man sein System kennt eigentlich ganz flott von der Hand und sehr viele User können dir helfen durch die weite Verbreitung von SuSE.
Wenn du irgendwann in der Lage bist, dir deine Programme selber zu kompilen, dir die config-Scripte der Programme deinen Bedürfnissen anzupassen, bist du (nach meiner Auffassung) reif für Debian oder Gentoo.
Es ist auch sehr hilfreich, ein laufendes und funktionierendes SuSE zu haben, um für das grafische System, Audio System, Netzwerk System und Drucker-System funktionierende Config Dateien für dein Hardware zu haben, die als Beispiel her halten können für eine Debian oder Gentoo Installation.
Später kann man locker seine SuSE Installation zurückschrauben, um z.B. eine zerschossene Debian oder Gentoo Installation zu reparieren. Ist bedeutend Komfortabler als mit einem stark eingeschränken Rettungs-System ans Werk zu gehen.
tedgo
15. March 2005, 18:13
Danke für die Tipps, aber SUSE habe ich schon im letzten Jahr probiert. Hat mir auch ganz gut gefallen, weil es die einzige Distribution war, die tadellos funktioniert hat (bis auf den kleinen Mangel mit der Bildfrequenz).
Jetzt wollte ich mich halt etwas mehr mit Linux beschäftigen und eine Distro aufspielen, die ich nach und nach an meine Bedürfnisse anpassen kann, ohne unbedingt von einer Versionsnummer zur nächsten alles wieder neu machen zu müssen. Deshalb dachte ich ja an eine Debian-Distro.
Ich würde wahrscheinlich mit Kanotix glücklich werden, wenn ich es nur installieren könnte...
Von Büchern bin ich leider weniger begeistert: Was ich lese bleibt nicht so hängen wie das, was ich durch eigenes ausprobieren oder eigene Initiative durch suchen im Internet herausfinde. Als Ergänzung werde ich mir aber wohl trotzdem den sog. "Kofler" besorgen.
Aber für den Anfang wäre mir schon geholfen, wenn mir jemand verrät, wie ich dieses verdammte Kanotix auf Festplatte kriege (vielleicht sollte ich Kanotix noch einmal downloaden, weil evtl. der Download beschädigt war?) ;)
Trekkie2
15. March 2005, 18:23
Da fällt mir noch ein Debian-Buch ein, das meine Freundin so toll fand, der Autor heißt glaub ich Ganten...
Weiß aber nicht, ob das aktualisiert ist/wurde, wir hams selber auch nicht gekauft, weil die neue Auflage erst erschienen ist, als unser Debian im Post-Installations-Zustand war...
rasta21
16. March 2005, 03:11
...handbuch gibts ja seit ewigkeiten online
http://debiananwenderhandbuch.de/
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